Nullnummer Rückschritt für die "Löwen"

Selbst eine knappe halbe Stunde in Überzahl und ein Foulelfmeter haben dem TSV 1860 München nicht zum ersten Saisonsieg gereicht. Die "Löwen" kamen am Sonntag gegen Union Berlin nicht über ein 0:0 hinaus. Beide Mannschaften bleiben damit auch nach dem 4. Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga sieglos. "Wenn man so ein Spiel nicht gewinnt, kann man nicht zufrieden sein", sagte Sechzig-Trainer Torsten Fröhling nach dem torlosen Remis.

Vor 20 300 Zuschauern in der Münchner Arena schoss Daniel Adlung (64.) einen Strafstoß an den Pfosten. Union-Verteidiger Benjamin Kessel hatte zuvor Rubin Okotie im Sechzehner zu Fall gebracht und für diese Notbremse die Rote Karte gesehen.

Die Münchner begannen wie zuletzt in Nürnberg stark und erspielten sich schnell hochkarätige Tormöglichkeiten. Stephan Hain (2.) schoss aus der Drehung knapp neben das Tor, kurz danach scheiterte Gary Kagelmacher (4.) aus zentraler Position. Beide Male hatte der agile Außenverteidiger Maximilian Wittek eingeleitet. "Wir haben gut begonnen, danach aber sehr verunsichert agiert", erklärte Fröhling.

Nach dem Wechsel wurde es turbulent, zumindest für ein paar Minuten: Okotie zog im Strafraum an Berlins Schlussmann Daniel Haas vorbei und kam dabei zu Fall. Referee Thorsten Schriever, der für die erkrankte Bibiana Steinhaus die Partie leitete, verweigerte den "Löwen" in der strittigen Situation einen Strafstoß.

Nur zwei Minuten später blieb ihm nach dem Foul von Kessel an Okotie keine Wahl mehr: Rot für den Verteidiger und Elfmeter für die Löwen. Doch Adlung traf nur das Aluminium. Ein Schlüsselmoment: "Wir waren drauf und dran, ein Tor zu machen. Umso ärgerlicher ist es, dass ich den Elfer nicht reingemacht habe", sagte der frustrierte Schütze.
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