Nur Werder im Kopf
Bayern denken noch nicht an Juventus

Im Hinspiel gab es nach den 90 Minuten noch ein kleines Pläuschchen zwischen Pep Guardiola und seinem ehemaligen Spieler Claudio Pizarro. Das muss am Samstag ausfallen, Pizarro ist verletzt und kann in München nicht spielen. Bild: dpa

Erst Bremen, dann Juve - so lautet die Ansage von Trainer Guardiola an die Bayern-Profis. Im 100. Nord-Süd-Klassiker wollen die Münchner Schwung holen für die große Prüfung in der Champions-League. Der "Achtungs"-Ruf vor einem alten Bekannten hat sich erübrigt.

München. Alles Juve, oder was? Nein, nein, versichert Pep Guardiola. "In dieser Woche war in meinem Kopf Bremen", verkündete der spanische Starcoach vor der Champions-League-Generalprobe des FC Bayern München am Samstagabend (18.30 Uhr) in der Fußball-Bundesliga.

Noch Zeit für Juve


Erst müsse im Titelkampf das Fünf-Punkte-Polster auf den lauernden Verfolger Borussia Dortmund gewahrt werden, betonte Guardiola am Freitag: "Wir müssen uns auf Werder Bremen konzentrieren - danach haben wir vier Tage Zeit für das Spiel gegen Juventus."

Das große Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Italiens Meister spukt aber natürlich auch schon durch Guardiolas Hinterkopf, wie eine Aussage des Katalanen zum Werder-Spiel verriet. "Wir müssen sehr intelligent spielen, das muss auch nächsten Mittwoch gegen Juventus der Fall sein", erklärte Guardiola. Ausblenden kann die Kraftprobe mit Juve ohnehin keiner beim Rekordmeister. "Für diese Spiele lebst du, dafür machst du alles. Ich liebe diese Spiele. Da musst du es zeigen, da musst du da sein", erklärte Arjen Robben.

Schwung holen für Juve, darum geht es gegen Bremen. "Man kann nicht sagen: Es geht schon um Juventus, Bremen nehmen wir so zwischendurch. Das funktioniert nicht", äußerte Robben vor dem 100. Duell zwischen Bayern und Werder. Zumal der einstige Titelrivale aus dem Norden mit der Empfehlung zweier 4:1-Siege nacheinander in München aufkreuzt.

Werder habe aktuell "vielleicht den besten Moment" in dieser Saison, bemerkte Guardiola. "Wir sollten nichts mehr liegen lassen", äußerte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf den noch ordentlichen, aber nicht mehr üppigen Vorsprung auf Dortmund. Werder kommt jedoch ohne seinen aktuellen Erfolgsgaranten in die Münchner Arena. Claudio Pizarro muss nach Werder-Angaben wegen einer Adduktorenzerrung auf das Duell mit seinem Ex-Club verzichten. Guardiola hatte den 37 Jahre alten Peruaner zuvor noch in höchsten Tönen gelobt. "Wenn der Ball in den Strafraum kommt zu Claudio Pizarro - Achtung! Im Strafraum ist Claudio Wahnsinn, ein top, top Spieler." Pizarro muss sein Wiedersehen mit den Bayern auf das Pokal-Halbfinale am 19. April in München verschieben.
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