Nur zweimal WM-Bronze für Eisschnellläufer

Nico Ihle. Bild: dpa
Stark angefangen, schwach aufgehört: Nach einem medaillenlosen Wochenende haben die deutschen Eisschnellläufer in Heerenveen ihr schlechtestes WM-Ergebnis eingestellt und fahren wie 2013 mit zwei Bronzeplaketten nach Hause. Sprinter Nico Ihle schüttelte am Sonntag schon nach dem ersten 500-Meter-Lauf den Kopf und verpasste als 13. noch klarer die angestrebte Medaille als am Samstag. Dort hatte der mit so großen Ambitionen gestartete Chemnitzer nur Rang sieben über 1000 Meter belegt. "Es scheint, dass man die WM nicht so vergleichen kann mit dem Weltcup", musste Ihle nach guten Weltcup-Platzierungen und selbstbewussten Tönen einräumen.

Dank der dritten Plätze von Patrick Beckert und Claudia Pechstein an den ersten beiden Tagen wiederholte sich für den deutschen Verband zumindest nicht das medaillenlose Olympia-Debakel von Sotschi. Die Talsohle ist nach Ansicht des neuen Verbandssportdirektors Robert Bartko aber nicht durchschritten. "Das glaube ich nicht. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen", stellte Bartko unmissverständlich fest.

Der Bahnrad-Olympiasieger von 2000 bescheinigte der Mannschaft, sie habe sich positiver als voriges Jahr dargestellt. Die Sprinter seien jedoch hinter ihren eigenen Erwartungen zurückgeblieben. "Sie waren die Stabilsten in der Saison und werden sicher am härtesten hinterfragt", meinte der seit Anfang Dezember amtierende Bartko.
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