Olympia-Notizen

Trainingsspiel verloren

Rio de Janeiro. (dpa) Die deutschen Handballer haben zwei Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro einen Trainingsvergleich mit Kroatien verloren. In dem inoffiziellen Spiel über zweimal 20 Minuten unterlag der Europameister am Mittwoch dem zweimaligen Olympiasieger mit 16:17 (8:9). "Wir hatten ein gutes Tempo. Wir werden uns Stück für Stück steigern. Wir sind auf einem guten Weg", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

Erstmals nach ihren Verletzungen bestritten auch Steffen Weinhold und Steffen Fäth ein Spiel. "Steffen Fäth hat noch nicht die ganz Wurfkraft. Steffen Weinhold hat schon ordentlich gespielt", berichtete Delegationsleiter Bob Hanning. Fäth hatte sich Ende Mai die rechte Mittelhand gebrochen, Weinhold kurz vor der Olympia-Nominierung einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten.

Für den Turnierbeginn am Sonntag (16.30 Uhr MESZ) gegen Schweden setzt der Bundestrainer jedoch nicht auf die beiden Rückraumspieler. "Wir konzentrieren uns auf die 14 Spieler, die wir haben", sagte der Isländer. Weinhold, Fäth sowie Carsten Lichtlein als dritter Torhüter könnten im Verletzungs- oder Krankheitsfall ins Team nachrücken. Offiziell benannt werden muss der Kader am Freitag (10.00 Uhr) bei der Technischen Sitzung.

Reise kostet neun Millionen Euro

Rio de Janeiro. (dpa) Die Olympia-Expedition der deutschen Mannschaft nach Rio de Janeiro kostet rund neun Millionen Euro. 5,5 Millionen Euro davon werden vom Bund, also vom Steuerzahler, übernommen, wie Chef de Mission Michael Vesper am Mittwoch im Deutschen Haus sagte. Rund eine halbe Million Euro steuere das Internationale Olympische Komitee bei, inklusive der Unterkunft und der Verpflegung für die Athleten. Die restlichen drei Millionen Euro muss laut Vesper der Deutsche Olympische Sportbund mithilfe von Sponsoren abdecken.

Wer macht das Rennen?

Rio de Janeiro. (dpa) Wer trägt bei der Eröffnungszeremonie der Rio-Spiele am Freitag die deutsche Fahne ins Maracana? Zum ersten Mal durften Sportfans und Athleten aus fünf Kandidaten wählen. Zur Auswahl standen Bahnrad-Sprinterin Kristina Vogel, die Moderne Fünfkämpferin Lena Schöneborn, Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke, Hockeyspieler Moritz Fürste und Tischtennisspieler Timo Boll.

Bei den Sommerspielen 2012 in London fiel die Wahl der Delegationsleitung auf Hockey-Olympiasiegerin Natascha Keller. Insgesamt führten seit 1908 nur vier Frauen die deutsche Mannschaft an. Bei der Schlussfeier trägt meistens der erfolgreichste deutsche Athlet der Spiele die Fahne durch das Stadion.

Die deutschen Fahnenträger bei den Eröffnungsfeiern von Sommerspielen seit der Wiedervereinigung: 1992 Barcelona: Manfred Klein (Rudern); 1996 Atlanta: Arnd Schmitt (Fechten); 2000 Sydney: Birgit Fischer (Kanu); 2004 Athen: Ludger Beerbaum (Reiten); 2008 Peking: Dirk Nowitzki (Basketball); 2012 London: Natascha Keller (Hockey)
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