Olympia-Quali im Eishockey
Deutschland fegt Österreich vom Eis

Sechs Mal durften die deutschen Kufen-Cracks gegen Österreich jubeln. Jetzt folgt die schwere Aufgabe gegen Lettland. Bild: dpa

Riga. Die Olympia-T-Shirts sind schon gedruckt. "Es läuft alles nach Plan", sagte Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm nach dem zweiten deutlichen Sieg im zweiten Spiel bei der Olympia-Qualifikation in Riga. Dem 5:0 zum Auftakt gegen Japan folgte am Freitag das überzeugende 6:0 (1:0, 2:0, 3:0) gegen Österreich, das noch 2013 Deutschland das Ticket für Sotschi 2014 weggeschnappt hatte. Drei Jahre später kommt es nun am Sonntag gegen Gastgeber Lettland (17 Uhr/Sport 1) zum Endspiel um die Olympia-Teilnahme 2018 im südkoreanischen Pyeongchang.

"Wir haben alle ein T-Shirt bekommen mit dem Aufdruck 'Harte Arbeit für Olympia'», verriet Patrick Reimer. Der Nürnberger, der zum 4:0 (43.) traf, warnte aber zugleich vor dem entscheidenden Match: "Das wird ein ganz heißer Tanz, genau wie wir es erwartet haben."

Der 33-Jährige ist einer von sieben Spielern aus dem aktuellen Kader, der schon exakt 1300 Tage vor dem Kantersieg gegen den Nachbarn bei der Schmach von Bietigheim-Bissingen dabei gewesen war. "Bietigheim ist jetzt ganz weit weg", sagte Reimer zum überwundenen Österreich-Trauma.

Auch die Torschützen Moritz Müller (38.) und Felix Schütz (55.) standen 2013 auf dem Eis, als die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen Österreich erst in der Verlängerung gewonnen hatte, aber ein Sieg in regulärer Spielzeit nötig gewesen wäre. Diesmal reicht ein Sieg nach Verlängerung gegen die Letten, die Japan 3:1 schlugen.

Sogar Penalty pariert


Nun bekommt der diesmal ungleich stärkere und mit sieben NHL-Stars gespickte deutsche Kader die Chance auf das Olympia-Comeback. Auch am Freitag hatten die Profis aus Nordamerika großen Anteil am deutlichen Erfolg, auch wenn außer Edmontons Leon Draisaitl (58.) nur in Europa beschäftigte Spieler trafen. Den Torreigen hatten Kapitän Marcel Goc (15.) aus Mannheim und Kölns Patrick Hager (29.) eröffnet. Allerdings stand im überragenden Philipp Grubauer (Washington) auch ein NHL-Keeper im Tor, den zum zweiten Mal hintereinander kein Gegentor kassierte und sogar einen Penalty von Österreichs Kapitän Thomas Raffl (54.) parierte.

"Das ist alles egal. Das wichtigste Spiel kommt jetzt erst. Das ist wie ein Playoff-Spiel", meinte Grubauer. "Jetzt geht es um alles", sagte Schütz zum Showdown gegen die Gastgeber, die Österreich am Donnerstag mit 8:1 deklassiert hatten.
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