Olympia
Streit um Startrecht

Rio de Janeiro. Die russischen Schwimmer Julija Jefimowa, Wladimir Morosow und Nikita Lobinzew haben beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen ihren Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio eingelegt. Es werden die ersten Fälle der Ad-hoc-Abteilung des CAS bei den Sommerspielen in Rio sein.

Morosow und Nikita Lobinzew, die Olympia-Dritten mit der russischen Freistil-Staffel von 2012, waren vom Schwimm-Weltverband FINA am 25. Juli im Zuge des Doping-Skandals um Russland für Rio gesperrt worden. Das Internationale Olympische Komitee hatte die internationale Verbände gebeten, russische Athleten zu überprüfen, ob sie nachweislich sauber sind.

Morosow, Medaillenkandidat über 100 Meter Freistil, und Lobinzew, der über Paul Biedermanns Spezialstrecke 200 Meter Freistil starten sollte, waren nach dem McLaren-Report über russisches Staatsdoping von der FINA neben fünf anderen russischen Schwimmern gesperrt worden. Auch Weltmeisterin Julija Jefimowa zog am Sonntag vor den CAS. Bevollmächtige der vierfachen Weltmeisterin haben nach Angaben der Agentur Interfax beantragt, die Sperre für die Spiele in Rio aufzuheben. Für einen Verstoß gegen die Dopingregeln von 2013 habe sie ihre Strafe bereits abgebüßt.

Lobinzew berichtete unterdessen, dass er im Alter von 19 das erste Mal Meldonium vom russischen Teamarzt erhalten habe. Das Medikament sei ihm empfohlen worden, weil es das Herz bei intensiven Trainingsphasen schütze, sagte der heute 27-Jährige bei einer Anhörung der US-Anti-Doping-Agentur USADA. Diese hatte Lobinzew bei einer Trainingskontrolle positiv auf Meldonium getestet. Nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada den Grenzwert für das Herzmedikament geändert hatte, blieb dieser positive Meldonium-Test folgenlos.
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