"Olympic City" auf einer Elbinsel

Die Hansestadt Hamburg wirbt für Olympische Spiele 2024 oder 2028 mit dem Flair am Wasser, kurzen Wegen und einem nachhaltigen Konzept. Mit zentralen Olympia-Stätten am Hafenrand bietet Hamburg nach Ansicht des bisherigen SPD-Senats eine einmalige Kulisse. Zum anderen können beinahe alle Wettkämpfe direkt in der Stadt ausgetragen werden.

Zentrum des Sportspektakels soll dort eine "Olympic City" auf einer Elbinsel, dem Kleinen Grasbrook, werden. Auf dem derzeit mit Gewerbe bebauten Gelände sind auf rund 775 000 Quadratmetern ein Olympiastadion mit 70 000 Plätzen, eine Olympia-Halle und ein Schwimmstadion mit jeweils 15 000 Plätzen geplant. Außerdem soll dort das olympische Dorf mit rund 3000 Wohnungen etwa 17 500 Athleten und Offiziellen Platz bieten.

Sämtliche Wettkämpfe in Hamburg sollen vom olympischen Dorf aus in weniger als einer halben Stunde zu erreichen sein. Außerhalb der Stadt können sich die Planer Handballspiele in Kiel oder Flensburg vorstellen, für Volleyball und Basketball könnten Hallen in Bremen, Rostock und Schwerin einbezogen werden.

Das Vielseitigkeitsreiten sei im niedersächsischen Luhmühlen vorgesehen, die Sportschützen könnten in Garlstorf antreten und die Golfer auf Gut Kaden spielen. Für die Segelwettkämpfe bieten sich an der Ostsee Kiel, Lübeck-Travemünde oder Rostock-Warnemünde an.

Die Planer versichern, dass es für jede Einrichtung eine über Olympia hinausreichende Nutzungsoption gibt. So würden die Unterkünfte im olympischen und im Medien-Dorf im Anschluss zu je einem Drittel als geförderte Wohnungen, als frei finanzierte Mietwohnungen und als Eigentumswohnungen genutzt. Das Olympiastadion soll auf 20 000 Plätze zurückgebaut und die Olympia-Halle ein Kreuzfahrtterminal werden.
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