Olypmia
IOC-Präsident Thomas Bach zieht Vergleiche zwischen Olympia und US-Wahl

IOC-Präsident Thomas Bach verteidigte seine viel kritisierten Entscheidungen vor den Olympischen Spielen in Rio. Bild: dpa

Doha. Rio-Spiele, Russland-Krise, Agenda 2020 - IOC-Präsident Thomas Bach hat seine Politik vehement verteidigt und die negative Berichterstattung in den Medien mit einem Vergleich zur US-Wahl als nicht stellvertretend abgetan. So sei der Sieg von Donald Trump ein Fallbeispiel für die Unterschiede zwischen "veröffentlichter Meinung und öffentlicher Meinung" sowie zwischen "Wahrnehmung und Realität" gewesen, sagte Bach in seiner Rede auf der Generalversammlung der Vereinigung Nationaler Olympischer Komitees (ANOC) am Dienstag in Doha.

Bach sprach dabei die vielen Negativ-Schlagzeilen im Vorfeld der Spiele wie die Sicherheit, die Wasserqualität, den Zika-Virus oder die Anschuldigungen von Staatsdoping in Russland an. Vielmehr sei der Erfolg der Spiele angesichts der Rezession und der politischen Schwierigkeiten in Brasilien "ein Wunder" gewesen. Auf die vielen leeren Zuschauerränge oder die Organisationspannen ging der IOC-Boss nicht ein.

So ist Bach auch nach wie vor von der Richtigkeit der IOC-Entscheidung überzeugt, keinen Komplett-Bann für russische Athleten ausgesprochen zu haben. Er habe viele Staatschefs und Regierungsvertreter seitdem getroffen und viel Zustimmung erhalten. "Sie schätzen es, dass wir keine politische Entscheidung getroffen haben", sagte Bach.

Nette Worte hatte Bach auch für die Gastgeber übrig, indem er Katar Hoffnungen auf die Ausrichtung der Olympischen Spiele gemacht. "Es liegt an Katar. Ich kann mir vorstellen, dass Katar eines Tages ein Kandidat für die Ausrichtung der Olympischen Spiele sein wird", sagte Bach. Derzeit laufe aber der Prozess für die nächsten Spiele.

Mitten in die Generalversammlung sorgte die Nachricht von der Suspendierung des Anti-Doping-Labors in Doha durch die Welt-Anti-Doping-Agentur für Aufsehen. Die Wada entzog zunächst für vier Monate die Akkreditierung. Details zu den Gründen der Suspendierung teilte die Weltagentur nicht mit.
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