Osnabrück und Leipzig geben Stellungnahmen ab
Beide plädieren für Wiederholungsspiel

Der VfL Osnabrück und RB Leipzig haben drei Tage nach der abgebrochenen Pokalpartie ihre Stellungnahmen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) abgegeben. Darin plädieren beide Klubs für ein Wiederholungsspiel. Die Begegnung war am Montag abgebrochen worden, weil Schiedsrichter Martin Petersen in der 71. Minute von einem Feuerzeug aus dem VfL-Fanblock getroffen worden war.

In der Stellungnahme sei ausdrücklich erwähnt worden, dass Leipzig zu einem Wiederholungsspiel bereit ist, teilte ein Sprecher des Zweitligisten am Donnerstagnachmittag mit. "Wir sind ebenso wie Leipzig der Auffassung, dass eine Wiederholung die beste Lösung ist", sagte VfL-Präsident Hermann Queckenstedt. Ob der VfL eine Wertung des Spiels für die Leipziger anfechten würde, ließ der Drittligist offen. "Wir lesen erstmal das Urteil, wenn es da ist", sagte der Vereinschef.

Mit einem Urteil des DFB-Sportgerichts zur Wertung des Spiels wird am Freitag gerechnet. Akzeptieren beide Klubs die Entscheidung, könnte wie geplant am Abend die Auslosung der zweiten Runde des DFB-Pokals erfolgen. Andernfalls würde sie verschoben. "Die Auslosung findet nur dann statt, wenn Rechtssicherheit vorliegt", hatte der DFB erklärt.

Die Chancen auf ein Wiederholungsspiel werden als gering eingeschätzt. Die Rechtsordnung des DFB sieht eine Wertung gegen den Klub vor, der für den Abbruch verantwortlich ist. Eine Wiederholung ist nach DFB-Angaben nur möglich, wenn ein Spiel "ohne Verschulden beider Mannschaften vorzeitig abgebrochen" wurde. Das Feuerzeug, das den Schiedsrichter traf, kam aber eindeutig aus dem Fanblock des VfL. Um die Fahndung nach dem Werfer zu unterstützen, haben die Osnabrücker eine Belohnung von 5000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.
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