Paris: Kerber und Lisicki ohne Mühe, Beck überrascht - Becker gewinnt Krimi
Deutsches Quartett weiter

Annika Beck sorgte bei den French Open für eine Überraschung, als sie die favorisierte und an Nr. 14 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska aus dem Wettbewerb warf. Bild: dpa
Lockere Auftaktsiege für Angelique Kerber und Sabine Lisicki, dazu ein Überraschungscoup von Annika Beck: Die deutschen Tennis-Damen haben bei den French Open einen verheißungsvollen Auftakt hingelegt. Insgesamt kamen vier deutsche Spielerinnen weiter. Drei Tage nach ihrer verletzungsbedingten Aufgabe beim Turnier in Nürnberg hatte Kerber beim 6:0, 6:1 gegen die Ungarin Timea Babos überhaupt keine Probleme. Von den Rückenproblemen, die sie noch im Frankenland zum Verzicht auf das Halbfinale gezwungen hatten, war auf Court 2 im Stade Roland Garros nichts mehr zu sehen. Nach gerade einmal 50 Minuten verwandelte die Kielerin ihren ersten Matchball und trifft nun auf Ajla Tomljanovic aus Australien.

Leicht und locker marschierte auch Lisicki auf der von ihr wenig geliebten roten Asche in die zweite Runde. Die Berlinerin gewann ihr Auftaktmatch gegen Monica Puig aus Puerto Rico klar mit 6:3, 6:2 und stand dabei nur 16 Minuten länger auf dem Platz als Kerber.

Dritten Matchball verwandelt

Für die größte Überraschung des zweiten Turniertages der mit 28,03 Millionen Euro dotierten Veranstaltung sorgte Beck. Die Bonnerin, die in diesem Jahr bereits zehnmal in der ersten Runde rausgeflogen war, bezwang die an Nummer 14 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska mit 6:2, 3:6, 6:1. Nach 1:39 Stunden verwandelte Beck gegen die frühere Nummer zwei der Welt ihren dritten Matchball.

Nachwuchshoffnung Carina Witthöft kam ebenfalls weiter. Bei ihrer French-Open-Premiere bezwang die 20 Jahre alte Hamburgerin die Tschechin Katerina Siniakova mit 6:3, 7:5 und wehrte dabei im zweiten Durchgang sogar einen Satzball ab.

Bei den Herren kam Benjamin Becker als zweiter Deutscher das weiter. Der Davis-Cup-Profi rang den Belgier Ruben Bemelmans in fünf Sätzen mit 6:3, 6:7 (5:7), 2:6, 7:6 (7:4), 6:2 nieder und trifft nun auf den an Nummer 32 gesetzten Spanier Fernando Verdasco. "Ein Sieg in Paris stand noch auf meiner Bucket List", sagte der 33-Jährige nach seinem ersten Erfolg bei den French Open überhaupt. Am Sonntag hatte bereits Philipp Kohlschreiber seine Auftakthürde gemeistert. Florian Mayer und Qualifikant Matthias Bachinger waren dagegen ausgeschieden, am Montag scheiterte auch Jan-Lennard Struff am Serben Viktor Troicki.

Beendet sind die French Open dagegen bereits wieder für Mona Barthel. Die Schleswig-Holsteinerin verlor ihre Erstrunden-Begegnung gegen die polnische Qualifikantin Paula Kania mit 7:5, 2:6, 4:6 und setzte damit ihre Talfahrt in diesem Jahr fort. Am Sonntag war von den zehn für das Hauptfeld qualifizierten deutschen Damen bereits Tatjana Maria ausgeschieden.

Die zuletzt am Oberschenkel verletzte Andrea Petkovic bestreitet ihr erstes Match gegen Shelby Rogers aus den USA an diesem Dienstag.
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