Paukenschlag im Keller

Der Klardorfer Keeper Stefan Eichinger (links) ist geschlagen, Andreas Jäckel dreht jubelnd ab. Die Trausnitzer feierten mit dem 4:1 einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Kreisklasse West. Bild: ham

Da konnte die SpVgg Schönseer Land nichts machen: Untätig musste sie zusehen, wie sich der SV Kemnath am Buchberg die Tabellenführung schnappte. Am Tabellenende gabs Riesenjubel: Die Trausnitzer haben sich zurückgemeldet.

Schwandorf. (aho) Der erste Rückrundenspieltag in der Kreisklasse West war geprägt von drei Spielabsagen. Ausgefallen sind die Begegnungen SC Ettmannsdorf II - SV Fischbach, TV Nabburg - SpVgg Schönseer Land und SV Alten/Neuenschwand - TSV Stulln.

Weil der Spitzenreiter davon betroffen war, verlor er seine Führungsposition an den SV Kemnath/Buchberg (29), der sich beim 6:0 über die SpVgg Bruck (15) den zuletzt angesammelten Frust der vergangenen Wochen von der Seele schoss. Aufgrund des besseren Torverhältnisses übernahm der Kreisligaabsteiger Rang eins. Durch eine unerwartet klare 1:4-Pleite auf eigenem Platz gegen die FT Eintracht Schwandorf (19) verpasste es der SC Kleinwinklarn (22), am pausierenden SC Ettmannsdorf II (24) vorbeizuziehen.

Den nächsten Rückschlag kassierte der SC Teublitz (18) durch das 1:2 zu Hause gegen den immer stärker werdenden SC Weinberg (20). Der Aufsteiger hat sich in der neuen Umgebung bestens eingelebt. Ein deutliches Lebenszeichen hat der TSV Trausnitz (11) mit dem 4:1 über den TSV Klardorf (14) abgegeben. Nun sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wieder besser geworden.

TSV Trausnitz       4:1 (0:0)       TSV Klardorf
Tore: 1:0 (52.) Andreas Jäckl, 2:0 (67.) Tobias Hösl, 3:0 (70.) Benedikt Nahlovsky, 3:1 (77.) Florian Liebl, 4:1 (85.) Andreas Jäckl - SR: Lehner (SG Schönseer Land) - Zuschauer: 80 - Gelb-Rot: (60.) Dominic Kornemann (Klardorf) wegen Foulspiels und Meckern - Reserven: 6:0

(hny) Mit 4:1 behielt der TSV Trausnitz im Abstiegsduell gegen den TSV Klardorf die Oberhand. Beide Mannschaften agierten anfangs recht zerfahren und Spielzüge über mehrere Stationen waren Mangelware. In der 52. Spielminute gelang Andreas Jäckl nach einem Abwehrfehler der Führungstreffer für die Heimmannschaft. Nach einer Disziplinlosigkeit dezimierten sich die Gäste selbst und Trausnitz nutzte die Überzahl durch weitere Tore von Tobias Hösl und Benedikt Nahlovsky zum vorentscheidenden 3:0. Florian Liebl gelang in der 77. Minute der Anschlusstreffer für Klardorf. Einen haarsträubenden Abwehrfehler der Gäste nutzte kurze Zeit später Andreas Jäckl zu seinem zweiten Treffer und zur endgültigen Entscheidung.

SC Kleinwinklarn       1:4 (1:1)       FTE Schwandorf
Tore: 0:1 (20.) Raffael Barbalace, 1:1 (35.) Markus Rüdiger, 1:2 (65.) Rainer Hirsch, 1:3 (80.) Umut Gür, 1:4 (90.) Turgut Eraslan - SR: Richard Kerscher (FC Wald-Süßenbach) - Zuschauer: 100

(bku) In der ersten Hälfte hatte die Heimelf klar das Heft in der Hand. Auch wenn die Gäste in der 20. Minute mit 1:0 durch Raffael Barbalace in Führung gingen, täuschte dies nicht darüber hinweg, dass Kleinwinklarn klar die größeren Spielanteile hatte. Der Ausgleich fiel in der 35. Minute durch Markus Rüdiger mit einem sehenswertem Weitschuss. Die Gastgeber versäumten es jedoch, das Spiel für sich zu entscheiden. Mehrfach gute Chancen wurden nicht genutzt. In der zweiten Hälfte rächte sich dies. Die Schwandorfer, die kämpften, nutzten jeden noch so kleinen Fehler in der Abwehr von Kleinwinklarn aus. Dies führte in 65. Minute zum 1:2 durch Rainer Hirsch und in der 80. Minute zum 1:3 durch Umut Gür. Den Schlusspunkt setzte Turgut Eraslan mit seinem Treffer zum 1:4 für Schwandorf.

SV Kemnath/Bu.       6:0 (3:0)       SpVgg Bruck
Tore: 1:0 (6.) Alexander Grill, 2:0 (39./Elfmeter) Manuel Rom, 3:0 (44.) Alexander Grill, 4:0 (55.) Christian Kumeth, 5:0 (80.) Johannes Pilarsky, (6:0 (85.) Maximilian Gebert - SR: Robert Frank (Dieterskirchen) - Zuschauer: 70

Der SV Kemnath wurde gegen Bruck seiner Favoritenrolle gerecht und gewann locker und souverän mit 6:0. Die Gäste bemühten sich zwar, brachten das Kemnather Tor aber nur einmal in Gefahr. Die Entscheidung fiel eigentlich schon in der ersten Hälfte, einmal mehr durch Alexander Grill, der die Führung per Kopfball erzielte, dann zwei Mal im Strafraum gefoult wurde und den Pausenstand von 3:0 wieder selbst besorgte. Beim ersten Elfer scheiterte Maximilian Gebert an Torwart Markus Ullmann, den zweiten verwandelte Manuel Rom ohne Probleme. Nach der Pause bot sich das gleiche Bild. Der Gastgeber dominierte nach Belieben, zeigte zeitweise flüssige Kombinationen und stand in der Abwehr dank der Routine von Libero Johannes Gebert sicher. So mussten die weiteren Tore zwangsweise fallen. Auch Mittelfeldstratege Christian Kumeth traf mal wieder per Kopf.
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