Peinlich: HSV ist raus

Die Rollen schienen klar verteilt: Der Viertligist hat gegen den Bundesligisten keine Chance. Aber der Hamburger SV wurde seiner Favoritenrolle nicht gerecht.

Die HSV-Spieler schlichen nach der Pokal-Blamage wortlos in die Kabine, Bruno Labbadia fand deutliche Worte. "Das fühlt sich Scheiße an", gab der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV nach dem peinlichen 2:3 (2:2, 0:1)-Erstrunden-Aus nach Verlängerung beim Viertligisten FC Carl Zeiss Jena unumwunden zu. 69 Tage nach der glücklichen Bundesliga-Rettung knüpfte der Bundesliga-Dino am Sonntag nahtlos an die teils verheerenden Leistungen der Vorsaison an - anstatt sich mit einem souveränen Auftritt Selbstvertrauen für den Start am kommenden Freitag beim FC Bayern München zu holen.

Vor 13 800 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld sorgten Justin Gerlach (15.), Velimir Jovanovic (58.) und Johannes Pieles (106.) für die Sensation, die sich der Regionalligist nicht nur aufgrund einer Fehlentscheidung von Referee Frank Willenborg (Osnabrück) verdiente. Denn beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ivica Olic (48.) hatte der Unparteiische ein Toraus des Balls übersehen, ehe Michael Gregoritsch in der vierten Minute der Nachspielzeit den HSV in die Verlängerung rettete.

"Jena hat verdient gewonnen, sie haben mehr Leidenschaft gezeigt. Unsere Körpersprache war nicht die, die ich erwartet hatte. So dürfen wir uns nicht präsentieren", sagte Labbadia und war ernüchtert.
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