Pep jubelt im Jubiläumsspiel

Bayern-Trainer Pep Guardiola (links) konnte zufrieden sein. In seinem 50. Bundesligaspiel feierte er seinen 42. Sieg. Bild: dpa

Arjen Robben und Thomas Müller haben dem FC Bayern den nächsten Sieg beschert. Damit gehen die Münchner mit einer makellosen Heimbilanz in die Winterpause.

Ganz entspannt hat Pep Guardiola in seinem 50. Bundesligaspiel mit dem FC Bayern seinen 42. Sieg bejubelt. Der Herbstmeister gewann am Dienstagabend sein letztes Heimspiel des Jahres gegen den SC Freiburg nach 90 Minuten Einbahnstraßenfußball mit 2:0 (1:0). Ein Münchner Schützenfest verhinderte der famos haltende Gäste-Torwart Roman Bürki.

Arjen Robben mit seinem 100. Pflichtspieltor im Trikot des FC Bayern (41. Minute) und Thomas Müller mit Saisontor Nummer sieben (48.) trafen für den seit 20 Liga-Spielen ungeschlagenen Rekordchampion. Der Titelverteidiger baute seinen Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg zumindest bis Mittwochabend auf zwölf Punkte aus. Nach dem Schlusspfiff feierte sich der Rekordmeister mit einer Lasershow zu weihnachtlichen Klängen. Die Profis drehten eine Ehrenrunde, Guardiola schaute dem Treiben gelassen zu. "Natürlich hätten wir uns noch das ein oder andere Tor mehr gewünscht. Wir haben unsere Pflicht sehr gut erfüllt", sagte Torschütze Müller.

Vor 71 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena stellte sich vom Anpfiff weg nur die Frage, wie hoch der Erfolg im Jubiläumsspiel von Guardiola ausfallen würde. Der Katalane ist mit 2,64 Punkten pro Partie der erfolgreichste Trainer der Liga-Geschichte. Seine Freude wurde nur dadurch getrübt, dass in Medhi Benatia, Robert Lewandowski und Xabi Alonso gleich drei seiner Akteure wegen Blessuren vorzeitig vom Platz mussten. Das Trio droht beim letzten Spiel vor der Winterpause am Freitag in Mainz auszufallen.

Freiburgs Coach Christian Streich hatte sich dafür entschieden, den Bayern mit einem 5-4-1-System einen extrem engmaschigen Abwehrwall entgegenzustellen. "Sie sind einfach zu stark", urteilte Keeper Bürki später. Neun Freiburger versuchten rund 35 Meter vor dem eigenen Gehäuse, die Räume eng zu machen. Die Münchner mussten immer wieder anlaufen, um Lücken zu finden. Neben schnellem Direktspiel erwiesen sich dabei auch hohe Bälle von Alonso, der trotz Erkältung auflief, als ein probates Mittel. So auch beim ersten Tor, als der Spanier Franck Ribéry bediente. Der Franzose leitete den Ball mit dem Kopf auf Robben weiter, der den Ball ins Netz köpfte.

Das 1:0 hätte auch schon früher fallen können. Robert Lewandowski köpfte drüber (13.), Müller zielte mit links vorbei (22.), auch Robben verfehlte mit einem Distanzschuss das Gehäuse ( 24.). Und nach einem hohen Ball von Xabi Alonso auf Mario Götze, scheiterte der Weltmeister freistehend am hervorragend reagierenden Bürki (25.). Der Schweizer Torwart lenkte kurz vor der Pause zudem einen Schuss von Müller reaktionsschnell an den Pfosten (44.).

Bei ihren wenigen Offensivaktionen kamen die Gäste, die ohne Vladimir Darida (Rippenprellung) und Jonathan Schmid (Patellasehnenprobleme) auskommen mussten, nicht zum Abschluss. Beim aussichtsreichsten Konter konnte Bayern-Verteidiger Rafinha in höchster Not Christian Günter stoppen (14.). Das 1:0 zur Halbzeit schmeichelte den Gästen.

Munteres Trainingsspiel

Gleich nach Wiederbeginn legten die Bayern nach. Juan Bernat spitzelte den Ball an die Latte, Müller köpfte den Abpraller ins Tor. Und das muntere Trainingsspielchen Angriff gegen Abwehr ging weiter: Nach einer Flanke von Bernat wehrte Bürki den Kopfball von Dante großartig ab (62.). Der Schweizer parierte danach auch einen Schuss von Bernat spektakulär (70.). Nur eine Minute später hatte der nach der Pause aufdrehende Bayern-Verteidiger zudem Pech mit einem Pfostentreffer. Auch Robben (81.) scheiterte noch mal an Bürki, der auch den letzten gefährlichen Schuss von Bernat abwehrte (87.).
Weitere Beiträge zu den Themen: FC Bayern (6868)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.