Petkovic verpasst Premiere

Die Enttäuschung ist bei Andrea Petkovic nach dem verpassten Einzug in das Achtelfinale von Wimbledon unverkennbar. Bild: dpa

Und wieder wurde es nichts mit dem ersten Wimbledon-Achtelfinale ihrer Karriere. Andrea Petkovic verlor in der dritten Runde gegen die Kasachin Sarina Dijas. Dustin Brown war am Tag nach seinem Husarenstück gegen Rafael Nadal ein gefragter Gesprächspartner.

Einen Tag nach dem Wimbledon-Coup von Dustin Brown hat Andrea Petkovic ihre Achtelfinal-Premiere verpasst. Die 27-Jährige aus Darmstadt musste sich am Freitag der Kasachin Sarina Dijas mit 5:7, 4:6 geschlagen geben und schied als siebte von anfangs zehn deutschen Tennis-Damen aus. Damit schaffte es die Hessin auch im fünften Anlauf auf dem ungeliebten Rasen nicht in die Runde der besten 16. Als siebte von anfangs zehn deutschen Tennis-Damen schied Petkovic gegen die Weltranglisten-34. aus Almaty aus und verspielte auch ein reizvolles nächstes Duell mit der Russin Maria Scharapowa.

Deutsches Quartett

An diesem Samstag haben Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Tatjana Maria und Dustin Brown bei dem Klassiker in London noch die Chance auf den Einzug in das Achtelfinale. Die frühere Finalistin Lisicki bekommt es mit der French-Open-Halbfinalistin Timea Bacsinszky aus der Schweiz zu tun. Kerber spielt gegen die Spanierin Garbiñe Muguruza und hat die Chance auf eine Revanche für ihre Niederlage in der dritten Runde von Paris. Maria tritt gegen die Australian-Open-Halbfinalistin Madison Keys aus den USA an.

Für Petkovic dagegen ging nach einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung das Wimbledon-Abenteuer zu Ende. Beim Seitenwechsel nach dem 2:5 kämpfte sie mit den Tränen und vergrub ihr Gesicht im weißen Handtuch, kämpfte sich aber nochmal zurück und wehrte beim Stand von 3:5 zwei Matchbälle ab. Nach 1:50 Stunden aber musste sich die Weltranglisten-14. geschlagen geben, als eine Vorhand im Aus landete.

Brown trifft zwei Tage nach seinem spektakulären Sieg gegen den zweimaligen Wimbledon-Champion Rafael Nadal auf den Serben Viktor Troicki. "Jedes Match ist immer was Neues. In diesem Sport ist es leider so, dass das, was du vor fünf Tagen oder vorgestern erreicht hast, mit morgen gar nichts zu tun hat", sagte Brown am Freitag, als er einen wahren Interview-Marathon auf dem Dach des Fernsehzentrums absolvierte. "Ich gehe auf den Platz und versuche, wieder gutes Tennis zu spielen. Und dann sehen wir, was daraus geworden ist."

"Es ist ein großartiges Gefühl, ich will mich aber auch nicht zu sehr freuen", sagte Brown. Erst um vier Uhr morgens hatte er nach seinem Husarenstück auf dem Center Court in den Schlaf gefunden und zuvor bei weitem nicht alle Nachrichten und Glückwünsche gelesen oder beantworten können.
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