Platini will

Freut sich Uefa-Chef Michel Platini schon über den Aufstieg auf der Karriereleiter? Der Franzose will Fifa-Boss werden. Bild: dpa

Der Top-Kandidat geht ins Rennen um die Nachfolge von Joseph Blatter. Noch in dieser Woche will Michel Platini seine Kandidatur um das Amt des Fifa-Präsidenten verkünden. Dies könnte auch Auswirkungen auf den deutschen Fußball haben.

Michel Platini hat sich entschieden. Nach der Treuebekundung von zahlreichen Verbänden will der Uefa-Präsident voraussichtlich binnen der kommenden Tage seine Kandidatur für den Chefposten des Fußball-Weltverbands Fifa bekanntgeben. Das berichteten mehrere Medien am Dienstag übereinstimmend. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll der Franzose die Zusagen der Konföderationen aus Europa, Asien, Südamerika und Nord- und Zentralamerika für die Nachfolger-Kür des scheidenden Joseph Blatter am 26. Februar haben.

Zustimmung vom DFB

Der 60 Jahre alte Platini soll nach seiner Rückkehr vom Gold-Cup-Finale in Philadelphia an den letzten Details seiner Erklärung an die Nationalverbände arbeiten. Auch der Deutsche Fußball-Bund hatte sich zuletzt positiv über eine mögliche Bewerbung des Uefa-Präsidenten für das Amt geäußert. "Natürlich ist Michel Platini ein geeigneter Kandidat", sagte DFB-Chef Wolfgang Niersbach zuletzt bei der Fifa-Exekutivsitzung in Zürich. "Ob er den Schritt dann macht, ist letztlich seine ureigene Entscheidung."

Platini wird sich in den vergangenen Tagen einer breiten Unterstützung versichert haben, ohne das Wissen einer wahrscheinlich erfolgreichen Wahl dürfte der Taktiker kaum den Schritt wagen. Dieser hätte auch womöglich Einfluss auf den DFB - Niersbach gilt als aussichtsreicher Anwärter auf die Nachfolge bei der Europäischen Fußball-Union.

"Es ehrt mich schon, wenn der eigene Name fällt. Aber Stand heute, bin ich kein Kandidat. Ob sich daran etwas ändert, wird sich zeigen", erklärte Niersbach vor gut einer Woche. Beispielsweise beim Treffen der Uefa-Exekutive am 17./18. September in Malta könnte er sich bitten lassen, das Amt offiziell anzustreben.

Rauball als neuer Chef?

Als künftigen DFB-Präsidenten brachte Karl-Heinz Rummenigge nun Reinhard Rauball ins Spiel. Der Ligapräsident wäre "eine gute Alternative", sollte Niersbach den nächsten Karriereschritt auf Funktionärsebene machen, sagte Bayern Münchens Vorstandschef der "Sport Bild" (Mittwoch). "Er ist ein ausgewiesener Fachmann, der den Job bei der DFL mit viel Fingerspitzengefühl gemacht hat in den letzten Jahren. Sollte Niersbach UEFA-Präsident werden, wäre es gut möglich, dass es diese Kettenreaktion gibt."
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