Polen
Die deutschen Vorrundengegner bei der Handball-WM

Das Team des deutschen Trainers Michael Biegler hatte der DHB-Auswahl mit zwei Siegen in den Playoffs den Weg zum WM eigentlich verbaut. Zum WM-Auftakt erfährt das brisante Duell am Freitag eine Neuauflage. Bei der WM 2007 in Deutschland standen sich beide Teams im Finale gegenüber - mit dem besseren Ende für den Gastgeber.

Größte Erfolge: Olympia-Dritter 1976, WM-Zweiter 2007, WM Dritter 1982, 2009

Qualifikation: Playoff-Sieger gegen Deutschland mit 25:24 und 29:28

Wichtigste Spieler: Slawomir Szmal, Bartosz Jurecki, Karol Bielecki

Russland

Von seinem einstigen Glanz ist der Rekord-Olympiasieger weit entfernt. Unter dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Oleg Kuleschow, der Europa- und Weltmeister war, soll die Sbornaja wieder Anschluss an die Weltspitze finden. Bei der EM 2014 in Dänemark ist dies als Neunter noch nicht gelungen.

Größte Erfolge (inklusive UdSSR und GUS): Olympiasieger 1976, 1988, 1992, 2000, Weltmeister 1982, 1993, 1997

Qualifikation: Playoff-Sieger gegen Litauen mit 30:22 und 33:22

Wichtigste Spieler: Konstantin Igropulo, Timur Dibirow, Michail Tschipurin

Dänemark

Der Gruppenfavorit wird seit Saisonbeginn vom Isländer Gudmundur Gudmundsson betreut, der zuvor die Rhein-Neckar Löwen trainierte. Der Nachfolger von Erfolgscoach Ulrik Wilbek verwaltet ein schweres Erbe: Bei den letzten vier WM-Turnieren stand Dänemark immer im Halbfinale, scheiterte aber zuletzt zweimal grandios im Endspiel.

Größte Erfolge: WM-Zweiter 1967, 2011, 2013, Europameister 2008, 2012

Qualifikation : als EM-Zweiter

Wichtigste Spieler: Mikkel Hansen, Niklas Landin, Hans Lindberg

Argentinien

Das vorletzte Aufeinandertreffen der deutschen Handballer mit Argentinien war alles andere als erfreulich. Bei der WM 2011 in Schweden duellierten sich beide Teams um Platz elf: Deutschland gewann erst nach zwei Verlängerungen mit 40:35. Das seit Jahren eingespielte Team von Trainer Eduardo Gallardo kann auch Favoriten bedrängen.

Größte Erfolge: Panamerika-Meister 2000, 2002, 2004, 2010, 2012, 2014, WM-Zwölfter 2011

Qualifikation: als Panamerika-Meister

Wichtigste Spieler: Matias Schulz, Diego Simonet, Gonzalo Carou

Saudi-Arabien

Saudi-Arabien kam wie Deutschland erst nachträglich zur WM. Nach verpasster Qualifikation rückte der Sechste der Asienmeisterschaft nur durch den Rückzug von Bahrain durch Entscheidung des Weltverbandes IHF ins Teilnehmerfeld nach. Das Team des serbischen Trainers Goran Dzokic ist das schwächste Team der Gruppe und gilt als Punktelieferant.

Größte Erfolge: Dritter Asienmeisterschaft 2002, 2008, 2012, WM-19. 2003, 2013

Qualifikation: auf IHF-Beschluss

Wichtigste Spieler: Mohamad Alsalem, Abdullah Alhammad
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