Präsident Mayrhofer muss noch einmal gewählt werden
1860 und das "Stück aus Absurdistan"

Nach einem Gerichtsstreit muss sich Gerhard Mayrhofer erneut zur Wahl als Präsident stellen. Eine Posse, die es so wohl nur bei 1860 gibt. Bild: dpa
Nach einem Gerichtsstreit muss sich Gerhard Mayrhofer beim Fußball-Zweitligisten 1860 München am Dienstag erneut zur Wahl als Präsident stellen. Der 52-Jährige hofft, dass die Delegierten mit einem weiteren eindeutigen Votum für ihn die Querelen um die Legitimation der neuen Vereinsführung beenden.

"Es würde uns freuen, wenn da mal Ruhe reinkommen würde", sagte Mayrhofer, der wegen eines Formfehlers bei seiner Wahl vor mehr als einem Jahr aktuell nur als Notvorstand an der Spitze des Münchner Traditionsvereins steht. Mayrhofer sprach am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen von "einem Stück aus Absurdistan".

Das Landgericht München I hatte im Sommer dem Vereinsmitglied Helmut Kirmaier recht gegeben, der gegen die Wahl des Vorstandes geklagt hatte. Dabei war es darum gegangen, ob der vom damaligen Aufsichtsrat bestellte Präsident Hep Monatzeder das Recht hatte, zur Delegiertenversammlung am 14. Juli 2013 einzuladen. Die Richterin entschied damals, dass sämtliche in der Versammlung gefassten Beschlüsse und Wahlen ungültig und nichtig seien.

Das Registergericht in München entschied dann kurz darauf, dass die Funktionäre um Präsident Mayrhofer und Schatzmeister Heinz Schmidt jedoch zunächst auf ihren Posten verbleiben könnten. Mayrhofer ist am Dienstag einziger Kandidat für das Präsidentenamt. Sein Ziel nach einer von ihm erhofften wasserdichten Neuwahl sei es, "den Verein und die Mannschaft zu stabilisieren".
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