Provokation vom FC St. Pauli

Zweitligist FC St. Pauli hat mit einem provokanten Antrag zu den TV-Rechten für Unruhe im Lager der Fußball-Bundesliga gesorgt. Nach Informationen des "Kicker" forderte der Kiez-Club in einem Schreiben an Ligapräsident Reinhard Rauball und Christian Seifert, den Chef der DFL, dass bestimmte Vereine von der Verteilung der Einnahmen aus der Fernseh- und Gruppenvermarktung ausgeschlossen werden sollen.

Der Antrag richtet sich gegen alle Vereine, die sich aufgrund einer Ausnahmegenehmigung nicht an die sogenannte "50+1"-Regel über die Stimmenmehrheit bei deutschen Proficlubs halten müssen. Dies würde vor allem die Werksclubs Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg sowie 1899 Hoffenheim mit Mäzen Dietmar Hopp betreffen. Die betroffenen Vereine reagierten überrascht. Sie bedauerten den Vorstoß der Hamburger, "da es nicht im Sinne der großen Mehrzahl der deutschen Proficlubs sein kann, dass die Solidargemeinschaft und die Zentralvermarktung aufgegeben wird", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme.
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