Putin: Nobelpreis für Blatter

Kremlchef Wladimir Putin hat den umstrittenen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter in den höchsten Tönen gelobt und die USA erneut für den Skandal um den Fußball-Weltverband verantwortlich gemacht. "Menschen wie Blatter oder Leiter anderer internationaler Sportorganisationen oder der Olympischen Spiele sollten besondere Anerkennung erfahren. Wenn es jemanden gibt, der den Nobelpreis verdient, sind es diese Leute", sagte Putin im Schweizer Fernsehen.

Den Vorwürfen, Blatter sei persönlich in Korruption verwickelt, schenke er keinen Glauben, betonte er in dem Gespräch, dessen Inhalt der Kreml am Dienstag veröffentlichte. Putin warf den USA vor, im Zuge der Ermittlungen gegen die Fifa die US-Gesetzgebung willkürlich auf andere Länder auszudehnen - etwa auf die Schweiz. Es dränge sich weiterhin der Verdacht auf, dass die nächsten WM-Gastgeber Russland (2018) und Katar (2022) mit dem Skandal aus dem Rennen gedrängt werden sollten. "Was wie ein Kampf gegen Korruption aussieht, zwingt mich, darüber nachzudenken, ob es nicht eine Fortsetzung des Kampfes um die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ist", sagte der Präsident. Kein Land der Welt dürfe Menschen aus anderen Staaten "einfach packen und zu sich ins Gefängnis schleppen", kritisierte Putin. "Das ist unannehmbar."
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