Radsport
Immer wieder Froome

Christopher Froome hat den Gesamtsieg bei der Tour de France 2016 so gut wie in der Tasche. Der Brite gewann auch das Bergzeitfahren am Donnerstag und distanzierte seine Verfolger ein weiteres Mal. Bild: dpa

Ein erneuter Gala-Auftritt von Chris Froome. Er liegt erst zurück, holt Sekunde für Sekunde auf. Und im Ziel jubelt der Mann in Gelb. Der Toursieg ist ihm nach dem Erfolg beim Bergzeitfahren nur noch durch ein Wunder zu nehmen.

Megève. Chris Froome streckte die rechte Faust nach oben und freute sich mit einem breiten Grinsen unter seinem gelben Helm. Mit dem Sieg beim Bergzeitfahren hat der 31 Jahre alte Brite seine Triumphfahrt bei der 103. Tour de France fortgesetzt. Froome distanzierte am Donnerstag seine Verfolger und das gesamte Feld ein weiteres Mal und feierte seinen zweiten Etappensieg.

"Es ist unglaublich, ich bin sehr glücklich. Das ist ein Traum", sagte Froome. Er kann nun gelassen den restlichen 405,5 Kilometern der Frankreich-Rundfahrt mit dem Ziel am Sonntag auf den Champs-Élysées entgegensehen. "Das Wichtigste ist für mich nun, mich aus jedem Gewühl herauszuhalten, kein Risiko einzugehen und sicher zu fahren", sagte Froome.

Keine Zweifel


Zweifel an seinem dritten Tour-Triumph gibt es praktisch nicht mehr. "Chris Froome ist ein großartiger Champion, er kann noch mehr Touren gewinnen. Er ist im Moment der Beste, und der Beste muss gewinnen", betonte die Radsport-Legende Eddy Merckx in Megève. "Von so jemandem so ein Kompliment zu hören, ist eine große Ehre", erwiderte Froome und plauderte mal auf englisch, französisch oder italienisch. "Ich bin einfach sehr glücklich über diesen Vorteil nun."

Zweiter wurde auf der 18. Etappe mit dem Start in Sallanches der Niederländer Tom Dumoulin vor dem Italiener Fabio Aru. Froomes noch verbliebene und nur noch vermeintliche Rivalen büßten allesamt weitere Zeit ein. Bauke Mollema aus den Niederlanden hat nun satte 3:52 Minuten Rückstand vor den letzten drei Etappen, der drittplatzierte Adam Yates aus Großbritannien liegt 4:16 Minuten zurück. Nairo Quintana aus Kolumbien kommt nach einem weiteren enttäuschenden Auftritt auf einen Rückstand von 4:37 Minuten.

Rückstand wettgemacht


Um die Richtzeit von Dumoulin zu schlagen, musste sich Froome ein bisschen ins Zeug legen. Der niederländische Zeitfahr-Meister hatte bereits den ersten Kampf gegen die Uhr bei der diesjährigen Tour gewonnen sowie die Bergetappe nach Andorra. Die Zeitmessung stoppte Dumoulin bei 31:04 Minuten. Im Ziel war Froome nach anfänglichem Rückstand 21 Sekunden vor Dumoulin.

Chris Froome ist ein großartiger Champion, er kann noch mehr Touren gewinnen. Er ist im Moment der Beste, und der Beste muss gewinnenEddy Merckx
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