Radsport
Straßenrad-WM in Doha beginnt

Tony Martin gilt als Favorit im Einzelzeitfahren. Bild: dpa

Doha. Tony Martin und Marcel Kittel staunten auf ihrer Trainingsrunde durch die Wüste nicht schlecht. Temperaturen von rund 40 Grad zeigten ihre Rennrad-Computer an, was die beiden deutschen Radstars mächtig ins Schwitzen brachte. Dabei hatte Martin im Vorfeld der am Sonntag beginnenden Straßenrad-Weltmeisterschaften in Doha vorgesorgt. Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister trainierte daheim auf der Rolle vor einem Heizlüfter und legte einige Sauna-Gänge ein. "Man versucht eben, überall ein paar Prozent gegenüber der Konkurrenz herauszukitzeln", sagte Martin. Als Medaillenhoffnung im Einzelzeitfahren und als Edelhelfer im Straßenrennen nimmt er eine entscheidende Rolle im deutschen Team bei den ersten Titelkämpfen im Nahen Osten ein.

"Beat the Heat", heißt entsprechend das Motto des Weltverbandes UCI, der angesichts der Hitze besondere Maßnahmen ergreifen will. Eis und 10 000 Flaschen Wasser werden den Teams zur Verfügung gestellt. In den Rennen sind zwei Motorräder für die Extra-Versorgung der Fahrer abgestellt. Selten waren die Voraussetzungen so gut wie diesmal, schließlich verfügt der Bund Deutscher Radfahrer in André Greipel, Kittel und John Degenkolb über drei der weltbesten Sprinter, was den Verband vor ein Luxus-Problem stellt. Los geht es am Sonntag mit dem Mannschaftszeitfahren, wo aber nur gut die Hälfte der Top-Teams startet. Aus Verärgerung über die Aufstockung der World Tour hatten die Rennställe sogar einen Boykott angedacht.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.