Reaktionen zum Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das ist eine Sache, die den DFB und Wolfgang Niersbach betreffen, das habe ich nicht zu bewerten."

Bundestrainer Joachim Löw: "Unabhängig von allen juristischen Fakten, die es gibt, denke ich einfach, dass der Wolfgang ein fantastischer Mensch war und ein fantastischer Präsident für uns."

Uwe Seeler, Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft: "Ich finde das nicht gut. Ich hätte ihn gern weiter als Präsidenten gehabt. Denn ich weiß, wie er tickt. Ich werde ihn auch noch anrufen. Ich glaube, dass Theo Zwanziger keine gute Rolle gespielt hat."

Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes: " Ich ziehe den Hut vor der Entscheidung. Ich will, dass die Fifa und das IOC endlich korruptionsfrei werden. Der Volkssport Fußball wird davon unbeeinflusst bleiben. Aber es ist eine Delle, und die muss beseitigt werden."

Dietmar Hamann (ehemaliger Fußball-Nationalspieler, via Twitter): "Ich bin bereit."

Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, bei Twitter: "Der Rücktritt von #Niersbach ist ein Anfang, ersetzt aber keine Aufklärung. Wir wollen lückenlos wissen, was im Vorfeld der WM gelaufen ist."

Matthias Sammer, Sport-Vorstand beim FC Bayern München, bei TV-Sender Sport1: "Ich bin schon überrascht und auch ein wenig betroffen. Ich habe sehr viel mit Wolfgang zu tun gehabt, er ist ein guter Bekannter, ein Freund von mir und unserer Familie."

Paul Breitner, Weltmeister von 1974 und Scout des FC Bayern, bei Sport1: "Ich bin nicht überrascht. Wir haben im Moment zwei Skandale laufen. Wie tief die gehen, weiß ich nicht. Ich kann nur sagen, Respekt. Das war notwendig und richtig so."

Özcan Mutlu (Sprecher für Sportpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen): "Die Vorwürfe hinsichtlich der WM 2006 und das Kommunikationsdesaster des DFB haben mit dem Rücktritt von Niersbach ihr erstes Opfer gefunden. Das ersetzt allerdings keine Aufklärung und wird nicht ausreichen. Anstatt eine Agentur und eine Kanzlei nach der anderen mit der Schadensbegrenzung zu beauftragen, sollten der DFB und die Beteiligten, allen voran die Herren Beckenbauer, Netzer, Zwanziger und Niersbach endlich reinen Tisch machen und die Wahrheit erzählen. Wir fordern weiterhin eine lückenlose Aufklärung und höchstmögliche Transparenz, um Schaden vom deutschen Sport abzuwenden."
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