Real macht es richtig spannend

Koke (links) lässt sich von Reals James Rodriguez ausspielen. Die Königlichen siegten im Stadtderby gegen Atlético mit 1:0 und stehen im Halbfinale der Champions-League. Bild: dpa

Real Madrid und Juventus Turin stehen nach dem FC Bayern und dem FC Barcelona im Halbfinale der Champions-League. Erstmals seit zwölf Jahren hat es Italiens Rekordmeister wieder in die Runde der letzten Vier geschafft. Real könnte als erster Club den Titel verteidigen.

Dank eines Last-Minute-Treffers von Javier Hernández könnte Real Madrid den Titelverteidiger-Fluch in der Champions-League beenden. Die Fußball-Künstler gewann das Viertelfinale durch den späten Treffer des Mexikaners gegen ihren Stadtrivalen Atlético. Nach dem 0:0 im Hinspiel gab es im Rückspiel am Mittwoch vor 80 354 Zuschauern im Bernabeu-Stadion gegen die nach der Gelb-Roten Karte für Arda Turan (76.) dezimierten Gäste einen 1:0-Erfolg. Damit darf Real weiter darauf hoffen, am 6. Juni im Finale in Berlin als erster Club den Titel zu verteidigen.

Nullnummer im Fürstentum

Einen Tag nach dem FC Bayern und dem FC Barcelona erreichte neben den Spaniern auch Juventus Turin das Halbfinale am 5./6. und 12./13. Mai. Italiens Rekordmeister schaltete den AS Monaco aus. Nach dem 1:0-Heimsieg reichte im Fürstentum eine Nullnummer, damit steht die "Alte Dame" erstmals seit zwölf Jahren wieder in der Runde der letzten Vier.

Ohne Bale und Benzema

Acht Tage nach der "Fußball-Schlacht von Madrid" hatte Schiedsrichter Felix Brych in der Neuauflage des Vorjahresendspiel alle Hände voll zu tun. Wie schon im Hinspiel ging es hart zur Sache. Nach 31 Minuten zog Brych die erste Gelbe Karte, als Weltmeister Toni Kroos von Arda Turan brutal von den Beinen geholt wurde. Auch ohne Modric (Knieverletzung), Benzema (Knieverletzung), Bale (Wadenzerrung) und Marcelo (Gelbsperre) bestimmte Real das Spiel, doch Atlético stand sicher. Der argentinische Trainer Diego Simeone hatte seine Fußball-Handwerker prima eingestellt.

Reals Superstar Cristiano Ronaldo hatte nach 13 Minuten die erste Chance. Es wäre der 76. Champions-League-Treffer des Portugiesen gewesen. Real, das zuvor kein einziges der letzten sieben Spiele gegen den Stadtrivalen gewinnen konnte, war besser. Gegen das Gäste-Bollwerk gab es kein Durchkommen. Erst als der Türke Turan nach einem brutalen Foul an Ramos mit der Ampelkarte vom Platz musste, hatte Real mehr Platz. Doch vor allem Torhüter Jan Oblak stand dem Torerfolg zunächst im Weg. Dann zauberte Weltfußballer Ronaldo, bediente Hernández und Real jubelte.

Juve ermauerte sich das Weiterkommen in Monaco und steuert nun das Triple an. Die Meisterschaft ist den Italienern mit einem 15-Punkte-Vorsprung vor Lazio Rom nicht mehr zu nehmen. Auch das Pokalfinale ist erreicht, es geht gegen den Tabellen-Zweiten Lazio mit Fußball-Weltmeister Miroslav Klose. Etwas Glück hatten die Italiener beim Weiterkommen, als Torwart-Evergreen Gianluigi Buffon am Ball vorbeifaustete und Patrice Evra einen Schuss des ehemalige Bremer Aymen Abdennour kurz vor der Torlinie klärte.
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