Real Madrid sieht sich trotz des 1:2 in guter Position, Juventus will nach Berlin
"Das Bernabéu muss brennen"

Kurz vor der Entscheidung: Wenige Augenblicke später foult Daniel Carvajal (Mitte) Turins Carlos Tevez (rechts) im Strafraum. Den Elfmeter verwandelte der Argentinier selbst zum 2:1 für Juventus. Bild: dpa
Die Königsklassen-Helden von Juventus Turin genossen noch den Jubel der Fans, da kündigte Reals Mittelfeld-Star James Rodríguez schon ein ganz heißes Duell für das Rückspiel an. "Das Bernabéu muss brennen", forderte der Kolumbianer nach dem 1:2 (1:1) der Madrilenen im Halbfinale der Champions-League. "Wir müssen aufs Spielfeld gehen, um sie zu töten." Das Hinspiel-Ergebnis lässt zwar die unterlegenen Madrilenen und Fußball-Weltmeister Toni Kroos optimistisch weiter an die erfolgreiche Titelverteidigung glauben - doch vor allem Juve träumte nach dem überzeugenden Heimsieg vom Endspiel in Berlin.

Ronaldo mit dem Kopf

"Wir haben eine Idee im Kopf, die Champions-League zu gewinnen. Nach heute Abend ist das Finale ein Stück näher", urteilte Ex-Leverkusener Arturo Vidal, der sich mit seinen Teamkollegen nach dem Schlusspfiff lange von den Fans feiern ließ. Doch bei allem Jubel war auch dem frisch gebackenen italienischen Meister klar, dass mit dem Sieg im Hinspiel noch nichts gewonnen ist. "Jetzt müssen wir in Madrid mit derselben Entschlossenheit spielen, mit dem gleichen Fokus und dem gleichen Siegeswillen. An unseren Chancen, es eine Runde weiter zu schaffen, hat sich nichts geändert", mahnte Torschütze Carlos Tevez, der mit seinem Elfmeter (58. Minute) den Sieg perfekt machte. Zuvor hatten Ex-Real-Profi Alvaro Morata (9.) und Cristiano Ronaldo per Kopf (27.) getroffen.

Vor allem das Auswärtstor des Portugiesen macht den Königlichen Mut für das Rückspiel am 13. Mai. Auch wenn Real bei sieben Niederlagen in einem Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse noch nie weitergekommen ist. "Ein 1:0 würde theoretisch reichen, deshalb hoffen wir, dass wir das mit unseren Fans im Rücken das noch drehen können", sagte Kroos beim TV-Sender Sky. "Aber wir müssen uns auf jeden Fall steigern." Auch Real Trainer Carlo Ancelotti gab sich optimistisch: "Es ist ein negatives Ergebnis, aber es ist nicht so schlecht. Wir sind zuversichtlich, weil wir zu Hause spielen."

Chancen zum 3:1

Juve war über weite Strecken der Partie die bessere Elf, hatte bei einem Lattentreffer von James aber auch Glück. Turins Coach Massimiliano Allegri haderte vor allem mit den vergebenen Chancen auf das durchaus mögliche 3:1. "Es gab einige Situationen, in denen wir es beim letzten Pass hätten besser machen können. Aber jetzt nehmen wir die Herausforderung in Madrid an", erklärte er.
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