Reindl setzt auf Sieg

Der Präsident des Deutschen Eishockey Bundes, Franz Reindl, erwartet einiges vom Nationalteam. Bild: dpa

Es lief nicht gut in den vergangenen Monaten für die deutsche Eishockeynationalmannschaft. Viel Renommee ging verloren. Der Deutschland-Cup soll das Image wieder etwas aufpolieren.

Mit vier nachnominierten Spielern und dem früheren Profi Ulrich Liebsch als Co-Trainer bestreitet das deutsche Eishockey-Nationalteam am Wochenende den Deutschland-Cup. Bundestrainer Pat Cortina berief Martin Buchwieser (Mannheim), Florian Kettemer (München), Armin Wurm (Wolfsburg) und Debütant Sebastian Uvira (Augsburg) nachträglich in seinen Kader.

Der Bundestrainer reagierte damit auf ebenso viele Absagen: Die beiden Berliner André Rankel (Muskelverletzung) und Constantin Braun (Fußgelenks-Eingriff) sowie Jerome Flaake von den Hamburg Freezers und Daryl Boyle vom EHC München (beide krank) fallen aus. Liebsch, Nachwuchskoordinator der Deutschen Eishockey Liga (DEL), ersetzt bei dem Turnier in München den Kölner Cheftrainer Niklas Sundblad, der wegen seiner neuen beruflichen Herausforderung den Posten bei der Nationalmannschaft abgegeben hatte. "Aus Zeitgründen wird es wahrscheinlich das einzige Mal bleiben", sagte Liebsch. Für Cortina beginnt nach dem Verpassen der Olympischen Spiele in Sotschi und dem enttäuschenden 14. Platz bei der WM im Mai mit dem Deutschland Cup eine entscheidende Phase. "Die nächste Saison wird sehr wichtig für das deutsche Eishockey", erklärte der Bundestrainer am Dienstag in München. Laut Franz Reindl, dem Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes, soll "zu gegebener Zeit" über eine Verlängerung des im kommenden Jahr auslaufenden Vertrags von Cortina entschieden werden. "Mein Vertrag spielt keine Rolle für meine eigene Motivation. Ich mache meinen Job bis zum letzten Tag", erklärte der Coach.

Der Sieger von 2012

In den Partien gegen die Schweiz (Freitag/20 Uhr), die Slowakei (Samstag/16.15 Uhr) und Kanada (Sonntag/16.45 Uhr) strebt das deutsche Team die Wiederholung des Sieges von 2012 an. "Die Mannschaft hat das Potenzial, das Turnier zu gewinnen", sagte Reindl.
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