Rhein-Neckar-Löwen scheinen dieses Jahr reif für die Handball-Meisterschaft
Dem ersten Titel entgegen

Vor einem guten Jahr trennten die Rhein-Neckar Löwen nur drei Tore von der ersten deutschen Handball-Meisterschaft. Vor sechs Monaten waren es zwei Punkte und 25 Tore. Doch in dieser Saison scheint für die Mannheimer der Griff nach der Schale Realität werden zu können. Nach dem 32:25 am Mittwoch im Spitzenspiel bei Verfolger SG Flensburg-Handewitt beträgt der Vorsprung des Tabellenführers auf die SG bereits fünf Punkte.

Nach 16 von 34 Spieltagen spricht vieles dafür, dass die Meisterschale erstmals nach zwölf Jahren und zehn Titeln für den THW Kiel sowie je einem für den HSV Hamburg und die Flensburger durch den Elbtunnel Richtung Baden transportiert werden muss. Bei ihrem dritten Sieg in Serie in der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Flens-Arena präsentierten sich die Löwen als echte Spitzenmannschaft.

Gegen Flensburg, das zuvor wettbewerbsübergreifend 14 Spiele nacheinander gewonnen hatte, funktionierte bis zum 18:10 zur Pause fast alles. So auch die neue 5:1-Abwehr. "Diese Formation haben wir in dieser Saison zum ersten Mal gespielt", sagte Gäste-Coach Nikolaj Jacobsen. "Wir wollten etwas gegen die schnellen Flensburger unternehmen. Es war Wahnsinn, wie gut alles in der ersten Hälfte klappte." Der Schweizer Regisseur iAndy Schmid st dank seiner momentan grandiosen Verfassung einer der Garanten für den Erfolg. Ein anderer steht zwischen den Pfosten. Mikael Appelgren hat den nach Kiel abgewanderten Niklas Landin bei den Löwen in Vergessenheit geraten lassen. Ebenfalls formstark präsentieren sich Kapitän Uwe Gensheimer, der sich mit der Meisterschaft in Richtung Paris St. Germain verabschieden will, sowie Kreisläufer-Koloss Rafael Baena.

Mit 30:2 Punkten haben die Löwen jetzt fünf Zähler Vorsprung auf die Flensburger (25:7), erster Verfolger der Mannheimer ist aber Kiel (24:6).
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