Rio 2016
Anti-Doping-Labor erhält Lizenz für Rio

Rio de Janeiro. Rund zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele hat das Anti-Doping-Labor in Rio de Janeiro doch noch die Wiederzulassung für die Untersuchung tausender Doping-Proben erhalten. Wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mitteilte, wurde die Suspendierung aufgehoben, das Labor erfülle nun internationale Standards.

Damit wurde vermieden, dass die Dopingproben wie bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien nicht in Rio, sondern in einem anderen Labor analysiert werden müssen. Damals wurden die Proben jeden Tag nach Lausanne geflogen. "Das IOC hat die WADA-Entscheidung zur Kenntnis genommen", lautete die knappe Mitteilung des Internationalen Olympischen Komitees auf die für die Rio-Spiele wichtige Nachricht.

In dem Rio-Labor sollen bei den Sommerspielen rund 5000 Dopingproben analysiert werden. Wäre es bei der am 24. Juni verfügten Suspendierung geblieben, hätten alle Dopingproben in einem anderen Land gebracht und dort untersucht werden müssen. In der Vergangenheit war es in Rio zu falschen Testergebnissen gekommen, weshalb 2013 schon einmal die Lizenz entzogen wurden, 2015 wurde sie wieder erteilt.

Brasiliens Sportminister Leonardo Picciani begrüßte die Maßnahme. Nach dem Verdacht der massiven Manipulation mit Dopingproben russischer Athleten bei den Winterspielen 2014 in Sotschi steht die Arbeit der Doping-Kontrolleure noch stärker im Fokus. Die Regierung betonte, dass man in den vergangenen Wochen eng mit den Organisatoren und dem IOC bei der Behebung der beanstandeten Probleme zusammengearbeitet habe.
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