Roger Federer deklassiert im Halbfinale von Halle den letzten deutschen Spieler
Florian Mayer chancenlos

Rekordchampion Roger Federer hat im Viertelfinale von Halle Florian Mayer deklassiert und für die schlechteste deutsche Bilanz seit 2001 bei dem Traditionsturnier gesorgt. Der 33 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz ließ dem Bayreuther bei seinem 6:0, 7:6 (7:1)-Erfolg in nur 64 Minuten keine Chance. Damit steht erstmals seit 14 Jahren kein Deutscher bei der prestigeträchtigen Rasen-Veranstaltung im Halbfinale.

"Ich war viel zu nervös am Anfang. Dann steht der da drüben mit seiner Ausstrahlung und man wird immer verkrampfter", sagte Mayer. Als letzter von anfangs sechs Deutschen schied er aus, vermied aber dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang eine peinliche Demütigung. "Viel mehr war heute nicht drin. Der zweite Satz war okay. Natürlich bin ich enttäuscht, aber insgesamt überwiegt ganz klar die Freude, mal wieder bei einem 500er-Turnier das Viertelfinale erreicht zu haben", sagte der zuletzt lange verletzte Mayer.

"Es war ein bisschen ein Sprung ins kalte Wasser. Gegen Roger zu spielen, hatte ich lange nicht", sagte Mayer, der erst im April nach mehr als einjähriger Zwangspause wegen einer Schambeinverletzung und eines Leistenbruchs sein Comeback gefeiert hatte. Nach Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Dustin Brown, Alexander Zverev und Struff musste Mayer um 18.47 Uhr dann auch seine Taschen packen.

Der 17-malige Grand-Slam-Sieger und siebenmalige Halle-Titelträger Federer dagegen trifft im Halbfinale auf Ivo Karlovic. Der 36 Jahre alte Kroate gewann gegen Tomas Berdych 7:5, 6:7 (8:10), 6:3 und stellte mit 45 Assen einen Rekord auf. Im zweiten Halbfinale treffen Kei Nishikori (Japan) und der Italiener Andreas Seppi aufeinander.
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