Rosberg top und glücklich

Alles passte in den Trainingsläufen für Nico Rosberg in seinem neuen Dienstwagen. Jetzt muss der Deutsche es noch beim ersten Saisonrennen umsetzen. Bild: dpa

Es war der erhoffte Auftakt für Rosberg, er schlägt in beiden Formel-1-Trainingseinheiten Weltmeister Hamilton. Bei den Konkurrenten zeigt sich nur Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel zufrieden, der Rest fährt weit hinterher.

Nico Rosberg auf Platz eins, Sebastian Vettel auf Rang drei - dazwischen Lewis Hamilton: Die beiden deutschen Hoffnungsträger haben den Formel-1-Weltmeister gleich beim ersten Kräftemessen in Melbourne in die Zange genommen. In der schnelleren zweiten Trainingseinheit zum Großen Preis von Australien verwies Vizeweltmeister Rosberg am Freitag seinen britischen Mercedes-Rivalen um eine Zehntelsekunde auf den zweiten Platz. Vettel lag 0,715 Sekunden hinter Rosberg.

In einer anderen Liga

Damit bestätigte sich: Die Silberpfeile fahren zunächst wieder in einer eigenen Liga. "Heute haben wir den Beweis erbracht, dass unser Silberpfeil wieder schnell ist", betonte Rosberg. In beiden 90-minütigen Trainingseinheiten setzte sich Rosberg vor Hamilton durch. Der 30 Jahre alte Zweifach-Weltmeister haderte noch mit dem Setup. "Hier habe ich noch etwas Arbeit vor mir, da ich noch nicht zu 100 Prozent zufrieden mit dem Auto bin."

Jammern auf höchstem Niveau, denn die Rückstände der Rivalen waren erschreckend. Vettel war mit seinen über sieben Zehntelsekunden noch am nächsten dran. "Es sieht so aus, dass sich die Arbeit über den Winter ausgezahlt hat", meinte der Heppenheimer dennoch zufrieden. Teamkollege Kimi Räikkönen war in der Endabrechnung schon deutlich über eine Sekunde hinter Rosberg und auch Hamilton.

Valtteri Bottas brauchte auf Platz fünf im Williams mit Mercedes-Antrieb über 1,5 Sekunden mehr. Und was danach kam, war sage und schreibe über zwei Sekunden langsamer als Rosberg und Hamilton in ihren Silberpfeilen. Dennoch meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff Wolff: "Uns steht über Nacht also noch etwas Arbeit bevor, um das Optimum zu finden. Wenn ich mir das Feld ansehe, wird es eng gegen Ferrari und Williams." Ob es in der Qualifikation am Samstag (07.00 Uhr MEZ) und am Sonntag beim ersten Saisonrennen (06.00 MEZ/jeweils RTL und Sky) wirklich eng wird, ist fraglich.
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