Rosberg und Vettel fahren dem Weltmeister hinterher - Lichtblick Räikkönen
Hilflos gegen Hamilton

Irgendwie können sich Nico Rosberg (rechts) und Kimi Räikkönen (links) nicht über ihre Podestplätze freuen. Die Dominanz von Weltmeister Lewis Hamilton ist so eklatant, dass die Formel 1 frühzeitig zum Langweiler zu verkommen droht. Bild: dpa
Dem deutschen Verfolger-Duo Nico Rosberg und Sebastian Vettel droht auch bei der Formel-1-Rückkehr nach Europa nur der Zweikampf im Rückspiegel von Lewis Hamilton. Der Titelverteidiger kann seine Dominanz entspannt genießen. "Er kontrolliert das halt", erklärte Mercedes-Widersacher Rosberg nach dem souveränen Sieg seines britischen Teamkollegen in Bahrain. "Im gleichen Auto kann ich da nix machen." Hamilton fuhr sich mit seinem dritten Sieg im vierten Rennen gleich zu Saisonbeginn einen beachtlichen Vorsprung auf Rosberg und auch Vettel heraus. "Wer will ihn stoppen?", fragte am Montag bereits die "Basler Zeitung".

Coole Rennen fahren

Der Wille ist nicht das Problem. Nicht bei Rosberg, der mit 27 Punkten Rückstand - für einen Sieg gibt es 25 Zähler - wieder Zweiter ist. Mit einem Auge habe er schon auf den WM-Stand geschaut. "Aber da ist nicht mein Fokus drauf. Ich will einfach mal ein paar coole Rennen haben", betonte Rosberg.

Nicht für Vettel, der nach Platz fünf in Sakhir als Dritter 28 Punkte weniger als Hamilton hat. "Natürlich ist es unser Ziel, Mercedes zu kriegen. Wir scheinen das Team direkt hinter ihnen zu sein. Aber auch wenn wir das sind, gibt es da eine Lücke", betonte der viermalige Weltmeister aus Heppenheim.

Und auch nicht für Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen. Dank psychologischer Kniffe seines Teamchefs Maurizio Arrivabene ist der Finne im Kreise der besten Vier - mit allerdings schon beträchtlichen 51 Punkten Rückstand auf Hamilton - angekommen. "Kimi is back. Wir haben zwei starke Fahrer", betonte Arrivabene. Er will Räikkönen mit der Vertragsverlängerung allerdings weiter zappeln lassen, um ihn so zu Bestleistungen zu treiben.

Die Lücke von Ferrari zu Mercedes ist die eine Sache. Die zwischen Hamilton und dem Rest eine andere. Sein Sieg in Bahrain, der 36. seiner Karriere, geriet eigentlich nie in Gefahr. Nichts habe trotz des Feuerwerks und der Funken der Autos heller gestrahlt als das "leuchtende Talent" von Hamilton, schrieb die britische "Daily Mail": "Er ist zum Start der Saison derart in Form, dass man das Außergewöhnliche leicht für Routine halten könnte."

10. Mai in Spanien

168 von 227 Runden in Australien, Malaysia, China und Bahrain führte Hamilton bislang das Feld an. Alle vier Poles gingen an ihn. Drei Wochen Pause haben seine Verfolger nun, sich etwas einfallen zu lassen, wenn am 10. Mai der Große Preis von Spanien gestartet wird.
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