Rummenigges Ungeduld

Beim FC Bayern läuft es nicht wie gewohnt. Drei sieglose Spiele hintereinander hat es unter Pep Guardiola erst einmal gegeben - als Bayern schon Meister war. Doch der VfB Stuttgart - heimschwächstes Team der Liga - macht sich gegen den Spitzenreiter keine Illusionen.

Trotz des Fehlstarts nach der Winterpause ist Bayern München beim heimschwachen VfB Stuttgart haushoher Favorit. "Es ist klar, dass Bayern auf einem anderen Niveau spielt als wir", konstatierte VfB-Trainer Huub Stevens am Freitag illusionslos. "Das ist eine der besten Mannschaften Europas. Wenn man da punktet, ist es überraschend." Eine Sensation scheint am Samstag weitgehend ausgeschlossen.

Nach äußerst ungewohnten drei sieglosen Spielen in Serie will der deutsche Rekordmeister gegen den abstiegsgefährdeten schwäbischen Fußball-Bundesligisten endlich wieder drei Punkte holen. "Ich bin ein bisschen ungeduldig, daraus mache ich kein Hehl. Das ist man vom FC Bayern nicht gewohnt in den letzten Jahren, dass man zwei Spiele hintereinander nicht gewinnt", forderte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge eine Wende. Unabhängig von der kleinen Münchner Schwächephase ist der einstige Süd-Gipfel an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) zumindest sportlich allenfalls noch ein Süd-Gipfelchen. Die abstiegsgefährdeten Stuttgarter sind einfach zu harmlos, um das bayerische Star-Ensemble ernsthaft gefährden zu können. Dazu kommt die eklatante Heimschwäche. Mit bislang nur fünf Punkten liegt der VfB in dieser Statistik auf dem letzten Platz. Das Team von Trainer Pep Guardiola führt indes auch die Auswärtstabelle mit 18 Zählern an.

Das 1:4 beim VfL Wolfsburg und das jüngste 1:1 in Unterzahl gegen den FC Schalke 04 mögen das ausgeprägte Münchner Selbstverständnis etwas erschüttert haben. Aber von einer Krise könne angesichts der weiterhin komfortablen Tabellenführung keine Rede sein, betonte Rummenigge. Trotzdem wäre es "schön", wenn der Titelfavorit beim Tabellendrittletzten gewinnen würde. "Wir müssen einfach versuchen, jetzt in die beste Verfassung zu kommen und wieder so spielen, wie das die Mannschaft in der Hinrunde perfekt praktiziert hat, fertig, Ende, aus!", sagte Rummenigge: "Es ist keiner nervös bei uns, aber wir wissen, dass wir uns verbessern müssen."
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