Sammer: "Höllisch aufpassen"

So viel Spaß wie beim 4:0 gegen Paderborn dürfte die Ersatzbank des FC Bayern mit Rafinha, Claudio Pizarro, Torwart Pepe Reina, Juan Bernat, Xherdan Shaqiri und Gianluca Gaudino (von links) bei den beiden Auswärtsspielen in Köln und Moskau am Samstag und Dienstag nicht haben. Bild: dpa

In Köln und Moskau will der FC Bayern seine aufstrebende Form weiter unter Beweis stellen. Quasi im Vorbeigehen werden die Guardiola-Stars die Punkte bei den schweren Aufgaben aber nicht mitnehmen können. Manager Sammer warnte eindringlich. Und nicht nur er.

Thomas Müller verpackte die Warnung vor den Spielen in Köln und Moskau noch in einen typischen Thomas-Müller-Spruch - Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer übersetzte ohne Umschweife. "Wir müssen höllisch aufpassen", meinte der Münchner Manager im Hinblick auf die eher ungemütliche Zwei-Städte-Reise an den Rhein und nach Russland. Einen Schlendrian dürfe es nicht geben beim Rekordmeister, auch nach dem Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga nicht.

Dafür soll am Samstag in Köln (15.30 Uhr) der erste Auswärtssieg in dieser Liga-Saison her - auf Schalke und beim HSV waren die Stars von Coach Pep Guardiola ja tatsächlich trotz Überlegenheit beide Male nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. "Das ist nicht unser Anspruch", meinte Sammer zu den vier verschenkten Punkten.

Die Ansage des Sportchefs ist klar: Schwächeln verboten! Dass der Millionentruppe keine leichten Spiele bevorstehen, hatte Weltmeister Müller schon nach dem in vielerlei Hinsicht erlösenden 4:0 gegen Paderborn prophezeit. "Das sind zwei Spiele, in denen es nur darum geht, die drei Punkte mitzunehmen. Das sind zwei Auswärtsspiele, die schon so ein bisschen ekelhaften Charakter haben", sagte er.

Für die Defensivkünstler des 1. FC Köln fand Sammer nur lobende Worte, "extrem geschlossen und kompakt als Mannschaft" habe Coach Peter Stöger seine Schützlinge eingestellt. Bis zum 0:1 jüngst in Hannover hatten die Domstädter in drei Spielen kein Tor kassiert. Bayern-Stürmer Robert Lewandowski schickte - beflügelt vom ersten Tor in heimischen Arena - eine Warnung in den Westen. "Am liebsten würde ich systematisch treffen", sagte der Pole am Freitag bei Sport1.

Während die Offensive um Lewandowski und dem aufblühenden Mario Götze den Bayern viel Spaß macht, bleibt die Defensive die Baustelle beim Rekordmeister. Ob der formstarke Jerome Boateng in Köln auflaufen kann, scheint fraglich. "Es gibt ein paar Ermüdungserscheinungen und muskuläre Probleme bei Jerome", berichtete Sammer. Neuzugang Mehdi Benatia konnte zuletzt ebenfalls nicht trainieren. Trainer Guardiola könnte also einmal mehr zum Umbau seiner Startelf gezwungen sein - aber ohne Rotation gehe es sowieso nicht in solchen Wochen mit Spielen im Drei- oder Vier-Tage-Rhythmus.
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