Schalke 04 muss in der Champions-League die Derby-Euphorie ausschalten
Mit Draxler gegen Maribor

Derby-Euphorie ausschalten, emotional umschalten und den Champions-League-Modus einschalten: Die Profis des FC Schalke 04 müssen nach dem Festtag gegen Dortmund für das erste Heimspiel in der europäischen Königsklasse gegen NK Maribor die Partystimmung aus den Köpfen bekommen. "Für uns ist es eine Herausforderung, uns auf die sicher nicht leichte Aufgabe gegen Maribor zu konzentrieren", sagte Manager Horst Heldt vor dem Duell mit dem slowenischen Abonnementsmeister am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) in Gelsenkirchen.

Nach dem Gefühlskino beim 2:1-Triumph am Samstag gegen Borussia Dortmund müssen die Spieler laut Heldt "die Glücksgefühle zur Seite legen", die Partie gegen Maribor mit dem "gleichen Aufwand und der gleichen Begeisterung" wie gegen den BVB angehen. "Dann sind wir schwer zu schlagen. Wenn wir das nicht hinkriegen, werden wir wieder Probleme bekommen", warnte der Manager. Er betonte, dass Maribor nicht mal so eben im Vorbeigehen bezwungen werden könne. "Sie haben sich in den Play-offs gegen Celtic Glasgow durchgesetzt und im ersten Spiel gegen Sporting Lissabon ein 1:1 erreicht. Jede Mannschaft in der Gruppenphase der Champions-League hat Qualitäten."

Trainer-Stehaufmännchen Jens Keller kann personell noch längst nicht aus dem Vollen schöpfen, hat aber wieder mehr Optionen. Julian Draxler kehrt nach seiner Zwei-Spiele-Sperre und zehntägiger Spielpause frisch und voller Tatendrang zurück. Er rückt für den unter muskulären Problemen leidenden Sidney Sam in den Kader. "Die Rote Karte gegen Frankfurt bereue ich. Aber ich war ja nur eine gute Woche raus. Und ich glaube nicht, dass ich viel von meiner Form verloren habe", sagte Draxler am Montag: "Wir haben in dieser Saison zwar die besten Spiele gegen schwere Gegner gemacht. Aber wir tun gut daran, nun auf der Erfolgswelle zu bleiben und wollen nun auch gegen einen vermeintlich kleinen Gegner gewinnen."

Da der lange verletzte Atsuto Uchida in Bremen und gegen den BVB durchspielen musste, ist er der Top-Kandidat für eine Pause. Diese Überlegung bestätigte Keller: Uchida hat zwei Spiele in vier Tagen gemacht und war vorher sieben Monate verletzt. Es macht Sinn, zu überlegen, ob man ihm eine Pause gönnt."
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