Schalke und BVB im Derby unter Zugzwang
Verletztengipfel

Das Revierderby zwischen Schalke und dem BVB am Samstag ist kein Spitzenspiel, denn die Kontrahenten stehen auf den enttäuschenden Rängen 13 und 8. Schalkes Kevin-Prince Boateng (hinten) könnte nach abgelaufener Sperre wieder zum Einsatz kommen, verletzt fällt auf jeden Fall der Dortmunder Henrikh Mkhitaryan (vorne) aus. Bild: dpa
Das ewig junge Revierderby wird zum Verletzten-Gipfel. Wenn sich die Erzrivalen FC Schalke 04 und Borussia Dortmund am Samstag zum insgesamt 167. Mal duellieren, werden voraussichtlich mehr als ein Dutzend Profis fehlen. Doch auch der hohe Krankenstand und der nur mäßige Saisonstart beider Teams schmälert die Attraktivität des Bundesliga-Dauerbrenners nach Meinung von Schalkes Sportvorstand Horst Heldt nicht: "Was Atmosphäre, Renommee und mediale Begleitung betrifft, ist es das größte Derby in Deutschland."

Von einem echten Spitzenspiel kann diesmal jedoch nicht die Rede sein. Schließlich rangiert der Vorjahreszweite aus Dortmund nach zuletzt zwei sieglosen Spielen nur auf Platz acht, Schalke liegt mit zwei Punkten weniger gar nur auf dem 13. Rang. Deshalb stehen beide Clubs mächtig unter Druck. Für den Verlierer würde die Tabellenspitze vorerst in weite Ferne rücken. Angesichts dieser Konstellation erwartet der Dortmunder Mats Hummels ein umkämpftes Match: "Das Ding wird prickeln."

Als Hauptgrund für die bisher bescheidene Saisonbilanz gilt die hüben wie drüben anhaltende Personalnot. "Deswegen sind beide Motoren noch ein bisschen am Stottern", kommentierte Jens Keller. Gleichwohl überwiegt auch beim Schalker Coach die Vorfreude: "Die Truppen werden alle Kräfte freisetzen und die Probleme wegstecken. Egal, wer auf dem Platz steht. Jeder der dabei ist, wird heiß sein, dieses Derby spielen zu können." Nicht nur für die Profis, sondern auch für die Polizei wird das Duell zu einer besonderen Herausforderung.
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