"Schlittschuhe packen! Es geht ja weiter"
Pechstein vor größtem Sieg

Karlsruhe. Um 14.09 Uhr trat Claudia Pechstein aus dem Gebäude des Bundesgerichtshofs zu ihrem Lebensgefährten Matthias Große und lächelte. "Schlittschuhe packen! Es geht ja weiter", sagte sie, bevor das Taxi kam. Wieder einmal hatte Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin am Dienstag eine Gerichtsverhandlung hinter sich gebracht. Diesmal könnte es ihr größter Sieg werden.

Zwar verkündet der Kartellsenat unter der Vorsitzenden Richterin und BGH-Präsidentin Bettina Limperg erst am 7. Juni in Karlsruhe das Urteil. Pechstein darf aber vorsichtig optimistisch sein: Dass ihr seit 2009 andauernder juristischer Streit mit dem Eislauf-Weltverband ISU ein gutes Ende findet. Dass sie mit ihrem Ansinnen durchkommt, Vorreiterin zu sein für alle vor Sportgerichten ungerecht behandelten Athleten. Und dass sie vor dem Oberlandesgericht München weiter um die fünf Millionen Schadensersatz für ihre Dopingsperre zwischen 2009 und 2011 kämpfen darf.

"Jahrelang" hatte die fünfmalige Olympiasiegerin auf diesen Tag hingearbeitet. Noch vor der Verhandlung hatte sich Pechstein mit ihren Anwälten in einen stillen Winkel des BGH zurückgezogen, nachher trat sie mit fester Stimme vor die vielen Kameras und Mikrofone. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Mein Ziel ist ganz klar, dass die Gerechtigkeit irgendwann siegt", sagte sie.
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