Schöneborn Weltmeisterin im Modernen Fünfkampf
Gold nach Fecht-Gala

Lena Schöneborn überquerte die Ziellinie als Einzel-Weltmeisterin im Modernen Fünfkampf. Bild: dpa
Ausnahmekönnerin Lena Schöneborn hat im Glutofen Berlin mit einem historischen WM-Erfolg die letzte Lücke ihrer umfangreichen Titelsammlung geschlossen. Nach Olympiasieg, EM-Titel und Weltcup gewann die Moderne Fünfkämpferin als erste Deutsche die Einzel-Weltmeisterschaft und löste zugleich das Olympia-Ticket für Rio 2016. Das packende Finale im Olympiapark wies verblüffende Parallelen zum Olympiasieg 2008 in Peking auf und weckte Hoffnungen auf ein zweites Olympia-Gold nächstes Jahr in Brasilien.

Nach der Hitzeschlacht im Stadion ging es für "Gold-Lena" bei der Siegesparty mit ihrem Freund und Staffel-Weltmeister Alexander Nobis in der Disco "Kalkscheune" heiß weiter. Kein Wunder, dass Schöneborn zu der abschließenden Mixed-Staffel am Sonntag nicht antrat. Ohne die neue Weltmeisterin belegte das Potsdamer Duo Janine Kohlmann und Christian Zillekens beim Sieg von Tschechien den siebten Platz.

"Ich bin total happy, aber das Schwimmen war doch miserabel", übte die Perfektionistin sogar nach ihren Glanzauftritt Selbstkritik. Dafür schlug sie wie 2008 im Fechten mit "großer Explosivität", so Bundestrainerin Kim Raisner, grandios zurück. Es folgte ein Ritt ohne Abwurf. Der Rest hätte eigentlich Schaulaufen sein können. Schöneborn rannte im Combined mit dem Riesenvorsprung von 23 Sekunden vor der Chinesin Chen Qian durchs Ziel, doch die Welt- und Europameisterin kämpfte um jede Sekunde. Mit Erfolg. Auch dank ihrer 1390 Punkte gewann das deutsche Trio mit Schöneborn, Janine Kohlmann (16.) und Annika Schleu Silber in der Team-Wertung hinter Polen und vor Ungarn.
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