Schrepel will dem SC helfen

Florian Schrepel, einst in Diensten der SpVgg Weiden (Bild) und jetzt Spielertrainer des Landesligisten FC Tegernheim, will dem SC Luhe-Wildenau unter die Arme greifen. Am Mittwoch ist Training. Dann muss sich zeigen, ob die Rettungsaktion ausreichend viele Spieler mobilisieren kann. Bild: af

Totgesagte leben länger: Der SC Luhe-Wildenau lädt am Mittwochabend zum Training ein. Es ist ein finaler Anlauf, um vielleicht doch in der Fußball-Bezirksliga Nord an den Start gehen zu können. Ein Rettungsanker könnte Florian Schrepel sein.

Luhe-Wildenau. (af) Der letzte Funken Hoffnung ist bei den Schwarz-Roten doch nicht erloschen: Dabei hatte Siegfried Goschler noch vor wenigen Tagen scheinbar resigniert. Zum Ende der Wechselfrist hatte der kommissarische Abteilungsleiter nur elf Fußballer beisammen. Zu wenig, um eine lange Bezirksliga-Saison zu bestreiten. Die Abmeldung der ersten Fußballmannschaft vom Spielbetrieb wegen Spielermangels schien unvermeidbar. Nun taucht urplötzlich ein Silberstreifen am Horizont auf. "Die Situation war hoffnungslos. Vielleicht haben wir aber noch eine Chance", sagte Goschler am Montag.

In den vergangenen Tagen führte Goschler jede Menge Telefongespräche. "Viele Leute haben sich bei mir erkundigt, was denn los ist. Die konnten alle nicht glauben, dass wir, der SC Luhe-Wildenau, keine Mannschaft mehr auf die Beine bringen", erzählt Goschler.

Unter den Anrufen waren auch zwei, die dem Traditionsverein Perspektiven eröffnen könnten. Unerwartet meldeten sich Florian Schrepel, Spielertrainer des Mitte-Landesligisten FC Tegernheim, und der langjährige SC-Mittelfeldspieler Thomas Herrmann.

Schrepel drückte nicht nur sein Bedauern über den sportlichen Niedergang des Traditionsvereins aus, sondern versprach, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. "Florian und ich kennen uns sehr gut aus meiner Zeit als Kreisjugendleiter. Er hat mir gesagt, dass er einige Spieler an der Hand habe, die bei uns in die Bresche springen könnten", erklärt Goschler. In die selbe Richtung geht das Angebot von Herrmann. Auch er stellte in Aussicht, dass er möglicherweise einige Spieler für den Sportclub motivieren könnte. "Ich war freudig überrascht", sagt Goschler.

Zugleich soll Schrepel die Möglichkeit ins Spiel gebracht haben, dass er hin und wieder selber das SC-Trikot überziehen könnte. In Tegernheim will der 33-Jährige, der seine sportliche Heimat bei der SpVgg Weiden hat, nur noch als Trainer fungieren. "Ich weiß nicht, ob die Rettungsaktion klappt", sagt Schrepel. "Aber es ist den Versuch wert."

Ob sich die Hoffnungen erfüllen, muss sich am Mittwoch zeigen. Goschler hat in Absprache mit Coach Roland Rittner um 19 Uhr ein Training auf dem Sportplatz des SC Luhe-Wildenau angesetzt. Auch Schrepel, der seine Initiative mit dem FC Tegernheim abgesprochen hat, will vor Ort sein. "Mal sehen, was passiert", sagt Goschler. "Vielleicht ist der Sportclub trotzdem noch nicht tot." In die Rettungsaktion ist auch Bezirksspielleiter Thomas Graml eingeweiht. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr: Am Sonntag, 26. Juli, ist Saisonauftakt beim SVSW Kemnath.
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