Schwächster Auftritt

Überhaupt nicht zum Zug, wie hier Kerstin Wohlbold (links), kamen die deutschen Handballerinnen im letzten Gruppenspiel gegen Schweden. Durch die 32:39-Niederlage müssen die DHB-Frauen in der Hauptrunde ohne Punkte starten. Bild: dpa

Die deutschen Handball-Frauen haben bei der EM ihre zweite Niederlage kassiert. In die Hauptrunde geht das Team sowohl ohne Punkte als auch die erneut verletzte Torjägerin Susann Müller.

Die deutschen Handball-Frauen gehen nach ihrer schwächsten Turnierleistung punktlos in die Hauptrunde der EM. Ohne die zuletzt starke Torjägerin Susann Müller kassierte der WM-Siebte am Freitag zum Abschluss der Vorrunde in Varazdin gegen Schweden eine 32:39 (17:23)-Schlappe. Nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel beendete die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) die Vorrunde als Dritter der Gruppe C und startet am Sonntag mit 0:4 Punkten gegen den Dritten der Parallelstaffel D in die zweite Turnierphase.

Vor 800 Zuschauern warfen Nadja Nadgornaja (9) und Svenja Huber (8/3) die meisten Tore im Team von Bundestrainer Heine Jensen, das weder geistig noch körperlich auf der Höhe war. Wenige Stunden vor der Partie war das EM-Aus für Susann Müller bekanntgeworden. Nach ihrem Comeback beim 26:24-Sieg gegen Co-Gastgeber Kroatien am Mittwoch waren wieder Komplikationen am gebrochenen Finger aufgetreten.

Der erneute Ausfall von Susann Müller schien die deutschen Spielerinnen in Schockstarre versetzt zu haben. Nach dem Auftakttor von Kim Naidzinavicius gelang nichts mehr. Ohne Selbstvertrauen produzierte das DHB-Team Fehler über Fehler. Im Angriff kamen einfache Anspiele nicht an, unplatzierte Torwürfe wurden eine leichte Beute von Schwedens Torfrau Filippa Idehn.

Die eklatanten Schwächen im Angriff konnte die deutsche Mannschaft auch in der Abwehr nicht kompensieren. Im Gegenteil: Ungeordnet und passiv wie selten boten die DHB-Frauen der Offensivwucht und Spielstärke der Schwedinnen fast keinen Widerstand. So stand Torfrau Clara Woltering zu oft auf verlorenem Posten und machte nach deprimierenden acht Minuten ohne gehaltenen Ball Platz für Katja Schülke.
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