Schwarze Serie gegen Djokovic geht in Montreal zu Ende - Mitfavorit für US Open
Murray liefert Kampfansage

Nach dem Triumph in Montreal zeigt Andy Murray stolz die Siegertrophäe. Bild: dpa
Andy Murray musste nicht lange überlegen, wem er seinen Titel beim Masters-Event in Montreal widmen sollte. "Amélie, der da ist für dich", sagte der Schotte und deutete mit seinem Finger auf den Siegerpokal. Mit Amélie meinte Murray seine Trainerin Amélie Mauresmo, die am Sonntagmorgen einen Jungen zur Welt gebracht und zum ersten Mal Mutter geworden war.

Der 28-Jährige hatte nicht nur wegen der freudigen Nachrichten von seiner französischen Trainerin und ehemaligen Weltranglisten-Ersten allen Grund, gut gelaunt zu sein. Mit dem 6:4, 4:6, 6:3 in einem hochklassigen Finale gegen den Serben Novak Djokovic beendete er zudem seine acht Spiele andauernde Niederlagenserie gegen den Branchenprimus und verdrängte dank seines vierten Titels in diesem Jahr den Schweizer Roger Federer von Platz zwei der Weltrangliste.

Für Murray war es der dritte Triumph in der kanadischen Metropole nach 2009 und 2010: "Im vergangenen Jahr habe ich mich nach meiner Operation sehr schwergetan, mit den Besten der Welt mitzuhalten. In diesem Jahr schaffe ich es wieder."

Murray spielte sich damit zwei Wochen vor Beginn der US Open wieder in den Kreis der Favoriten für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Dabei hatte die Hartplatz-Saison in den USA für den Olympiasieger alles andere als gut begonnen. In der Vorwoche war Murray in Washington bereits in Runde eins ausgeschieden. Djokovic trug die Niederlage mit Fassung. "Jede Serie geht einmal zu Ende", sagte der Schützling von Boris Becker. Im direkten Vergleich mit Murray, den er in diesem Jahr unter anderem im Finale der Australian Open bezwungen hatte, liegt er immer noch mit 19:9-Siegen vorne.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.