Schweizer Tennisstar gewinnt erstmals den Davis Cup
Federer am Ziel

Vor Freude sank Roger Federer nach dem Sieg im Davis-Cup-Finale auf die Knie. Bild: dpa
Nachdem sich Roger Federer den langersehnten Traum vom Davis-Cup-Titel erfüllt hatte, konnte er seine Gefühle nicht mehr zurückhalten. Der 33-Jährige sank auf die Knie und streckte danach auf der roten Asche im imposanten Stade Pierre-Mauroy alle Viere von sich. "Das ist ein bewegender Moment für mich, darauf habe ich so lange gewartet", sagte Federer am Sonntag nach seinem 6:4, 6:2, 6:2 gegen den Franzosen Richard Gasquet und vergoss sogar ein paar Tränchen.

"Das ist ein historischer Moment für die Schweiz", meinte der 33-Jährige. Die Trophäe im Mannschaftswettbewerb war die einzige, die dem 17-maligen Grand-Slam-Turnier-Sieger neben Einzelgold bei Olympia in seiner imposanten Karriere noch fehlte. "Der Pokal ist für das gesamte Team. Ich habe schon so viel in meiner Karriere gewonnen. Das hier ist für die Jungs", sagte Federer.

Bis zum großen Triumph war es aber ein langer Weg. Nachdem Wawrinka die Eidgenossen am Freitag gegen Jo-Wilfried Tsonga in Führung gebracht hatte, stand der noch sichtlich von Rückenbeschwerden geplagte Federer im zweiten Einzel gegen Gael Monfils völlig auf verlorenem Posten und unterlag klar in drei Sätzen.

Doch mit intensiver Pflege bekamen die Mediziner Federer wieder hin, so dass die Nummer zwei der Welt zur Überraschung vieler sogar im Doppel antrat. An der Seite von Wawrinka schlug er das französische Duo Gasquet und Julien Benneteau mit 6:3, 7:5, 6:4. Gegen Gasquet, der für Tsonga zum Einsatz kam, war am Sonntag von den Rückenbeschwerden dann endgültig nichts mehr zu sehen. Vor der Davis-Cup-Rekordkulisse von 27 448 Zuschauern bestimmte Federer von Beginn an das Geschehen und verwandelte mit einem traumhaften Rückhandstopp seinen ersten Matchball.
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