Schwere Gegner: Dortmund gegen Juve, Bayer gegen Atlético, Schalke gegen Real
Endstation Achtelfinale?

"Ob das gut geht?", scheint sich Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach der Auslosung für das Champions-League-Achtelfinale zu fragen. Denn Gegner Juventus Turin ist ein richtig harter Brocken. Bild: dpa
Neuland für den FC Bayern auf dem Weg zum Champions-League-Finale in Berlin, drohende Endstation für Schalke, Dortmund und Leverkusen schon in der ersten K.-o.-Runde. Für den Meister aus München soll die Unbekannte namens Schachtjor Donezk auf jeden Fall nur eine Durchgangsstation sein.

In Außenseiterrolle

Dagegen sehen sich die drei weiteren Rivalen aus der Fußball-Bundesliga im Achtelfinale der europäischen Meisterklasse mehr oder weniger in der Außenseiterrolle, wenn es für den FC Schalke gegen Titelverteidiger Real Madrid, für Borussia Dortmund gegen den italienischen Meister Juventus Turin und für Bayer Leverkusen gegen den spanischen Campeón Atlético Madrid geht.

Daneben kommt es mit den Partien Paris St. Germain gegen den FC Chelsea und Manchester City gegen den FC Barcelona im Achtelfinale der europäischen Meisterklasse zu weiteren internationalen Krachern. Alle wollen sie am 6. Juni im Berliner Olympiastadion beim Endspiel auf dem Rasen stehen.

Real Madrid nur als gefährlichen Gegner zu bezeichnen, wäre für die Schalker eine klare Untertreibung. "Real Madrid ist eine tolle Mannschaft, die beste der Welt. Natürlich ist Real Favorit", sagte Finanzvorstand Peter Peters. In der vergangenen Saison hatten die Schalker gegen die Königlichen im Achtelfinale beim 1:6 zu Hause und dem 1:3 in Madrid keine Chance. "Aber wir wollen es besser machen als im letzten Jahr. Form schlägt Klasse", meinte Peters. Nur führt das Real-Ensemble mit Toni Kroos und Sami Khedira die Primera Division mit vier Punkten Vorsprung auf den FC Barcelona klar an und erzielte beeindruckende 55 Tore in 15 Spielen. "Was für ein Los", twitterte Kroos am Montag erfreut.

Konnten sich die Dortmunder zumindest in Sachen guter Erinnerungen auch sagen. Selbst Ex-Profi Karl-Heinz Riedle, der die Ziehung vornahm, musste schmunzeln, als er das Los sah und den Namen vorlas: Juventus Turin, Gegner im gewonnenen Finale 1997. Aktuell ist Juve Spitzenreiter der Serie A mit 31:6 Toren aus 15 Spielen. Der BVB dümpelt auf dem Relegationsrang. "Von Vorfreude kann keine Rede sein! Wir sind uns der Bedeutung der letzten Bundesligawoche bewusst", betonte Trainer Jürgen Klopp wenige Stunden nach der Auslosung. Es sei ein schönes Los, aber sportlich eine extreme Herausforderung, meinte er. "Es hätte schlimmer kommen können, da auch noch Bayern und Madrid im Lostopf waren, als die Borussia gezogen wurde", befand Juventus-Direktor Pavel Nedved.

"Sind nicht chancenlos"

In Atlético Madrid trifft der Bundesliga-Dritte Leverkusen zudem auf den spanischen Meister und Finalisten der vergangenen Saison. "In dieser Phase der Champions-League gibt es nur schwere und ganz schwere Gegner. Atlético ist aus der Kategorie der ganz schweren Gegner", gab Geschäftsführer Michael Schade zu. Bayer sei ganz klarer Außenseiter. "Wir sind nicht chancenlos", betonte aber Sportdirektor Rudi Völler.
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