Schwieriger Spagat für Löw

Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich auf das Test-Länderspiel gegen Australien sowie das EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien vor. Bundestrainer Joachim Löw (rechts) spricht vor dem ersten Training mit (von links) Benedikt Höwedes, Max Kruse, Sami Khedira, Assistent Thomas Schneider und Mesut Özil. Bild: dpa

Noch liegt Deutschland in der EM-Qualifikation hinten. Mit einem gelungenen Test gegen Australien wollen die Weltmeister in die Spur finden. Für Bundestrainer Joachim Löw ist der Länderspiel-Auftakt 2015 ein Spagat. Nur acht Spieler standen am Montag auf dem Trainingsplatz.

Die Maximalvorgabe des Teammanagers an die Weltmeister ist deutlich und kompromisslos. "Klar ist das Ziel eine souveräne Qualifikation. Wir wollen als Erster die Gruppe beenden", verkündete Oliver Bierhoff vor dem Länderspiel-Auftakt 2015. Für Bundestrainer Joachim Löw stellt sich die Situation vor dem Test am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) in Kaiserslautern gegen Australien sowie vier Tage später in der EM-Qualifikation gegen Georgien etwas komplizierter dar. Beim ersten Training am Montag standen nur zwei Torhüter und sechs Feldspieler auf dem Rasen der "kleinen Kampfbahn" an der Commerzbank-Arena. Eine andere Gruppe absolvierte nach DFB-Angaben eine Regenerations-Einheit im Teamhotel.

Löw bekam die besondere Situation vor dem ersten Spiele-Doppelpack im neuen Jahr gleich zu spüren. Einerseits dürfen sich seine Fußball-Weltmeister in der Ausscheidung für die Europameisterschaft im kommenden Jahr keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Andererseits will Löw längerfristig seiner Mannschaft eine neue Struktur verpassen.

"Wenn man die Tabelle sieht, weiß man, dass wir einige Punkte liegengelassen haben, und die müssen wir jetzt ausgleichen", betonte der Bundestrainer. Das DFB-Team belegt in seiner Gruppe nur Rang drei hinter Polen und Irland - was nicht der Anspruch sein kann. Genauso intensiv bastelt Löw an neuen Ideen: "Wir diskutieren und analysieren viel, verwerfen auch manche Idee wieder." Möglicherweise wird Löw schon gegen Australien wieder mit einer Abwehr-Dreierkette proben.

Den schwierigen Spagat von Tages- und Zukunftsarbeit kann Löw in dieser Woche immerhin auf zwei Länderspiele verteilen. Tests wie gegen den frisch gekürten Asienmeister Australien seien "enorm wichtig", unterstrich Bierhoff: "Man kann das eine oder andere ausprobieren." So kann der DFB-Chefcoach, gerade ausgestattet mit einem neuen DFB-Kontrakt bis zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland, die Auswahl-Rückkehrer Bastian Schweinsteiger, Holger Badstuber, Ilkay Gündogan und Mesut Özil wieder in die täglichen Abläufe integrieren.
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