Schwimmen
Britta Steffen sieht deutschland weiter im Mittelmaß

Berlin. Nach Ansicht von Britta Steffen ist das deutsche Schwimmen nach den zweiten Olympischen Spielen ohne Medaille noch nicht am Tiefpunkt angelangt. "Wir sind generell nur noch Mittelklasse, aber ich glaube, dass es noch schlimmer geht.

Wir haben zwar Ausnahmen wie Marco Koch oder Franziska Hentke. Aber eine breite Basis haben wir seit den 1990ern nicht mehr", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur vor dem Verbandstag des Deutschen Schwimmverbandes am Wochenende. In Leipzig wird am Samstag ein neues DSV-Präsidium gewählt. Christa Thiel tritt nach 16-jähriger Präsidentschaft nicht mehr an, drei Kandidaten bewerben sich um ihre Nachfolge.

Die Schwimm-Fachspartenvorsitzende Gabi Dörries und der Vizepräsident Recht, Vico Kohlat, hatten bereits seit geraumer Zeit ihre Kandidaturen öffentlich gemacht. Vergangene Woche entschied sich auch der Präsident des Hamburger Schwimmverbandes, Dietmar Schott, anzutreten. Die norddeutsche Software-Unternehmerin Dörries gilt als Favoritin. Sie unterstützen die Landesverbände Baden, Bayern und Nordrhein-Westfalen, die knapp 50 Prozent aller Delegierten stellen.

Steffen spricht für Dörries aus. "Ich glaube schon, dass Gabi Dörries daran interessiert ist, mit Athletenhilfe langfristig etwas im DSV zu ändern. Sie braucht Unterstützung, gerade im Bereich Wissenstransfer, in einer Art Expertenkommission", sagte sie. Die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 und Paul Biedermann wollen unter einer Präsidentin Dörries ihre Erfahrungen einbringen und im Verband mitarbeiten. Ein offizielles Amt strebt Steffen nicht an.
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