Schwimmen
Laemmlers Reiseplan: Berlin, Grafenricht, Rio

Wackersdorf/Berlin. Sie kam mal schnell über den "Großen Teich" geflogen, schaute zwei Tage bei ihren Eltern im Kreis Schwandorf vorbei und sprang dann in Berlin ins Wasser. Nadine Laemmler war dabei überaus erfolgreich. Die aus Grafenricht bei Wackersdorf stammende Laemmler holte bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften am Wochenende in Berlin einmal Gold und zwei Mal Silber. "Sie hat zwar aufs Stockerl gehofft", erzählt ihr Vater Horst am Montag, "aber, dass sie gleich so durchschlägt, damit war nicht zu rechnen."

Deutsche Meisterin wurde die bald 22-Jährige über die 100 Meter Rücken (1:00,69 Minuten). Dieser Erfolg bahnt ihr auch den Weg nach Rio zu den Olympischen Spielen. Bei einem zweiten Qualifikations-Wettkampf Anfang Juli, ebenfalls in Berlin, muss sie die Vizemeisterin Johanna Roas (München) noch einmal schlagen, dann wäre Laemmler für die 4x100-Meter Lagenstaffel in Rio gesetzt. Die Oberpfälzerin, die für den SV Nikar Heidelberg schwimmt und derzeit in den USA (Columbia/Missouri) studiert, verpasste über die 200 Meter Rücken die Einzelnorm für Olympia nur um eine Zehntelsekunde. In 2:10,49 Minuten wurde sie in Berlin deutsche Vizemeisterin. Ebenso Silber gab es über die nichtolympischen 50 Meter Rücken (28,76).

Start in Dachelhofen


Ein Wunderkind ist Nadine nicht. "Sie hat mit vier, fünf Jahren ganz normal mit dem Schwimmen begonnen", berichtet Vater Laemmler. "Sie ist auch nicht irgendwie durch uns vorbelastet. Wir sind einfach zum TuS Dachelhofen raus, da gab es eine gute Schwimmabteilung." Was im Schwandorfer Süden begann, könnte im Sommer in Rio vorerst seine Krönung finden.
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