Sein Schützling Novak Djokovic wendet mit viel Mühe das Achtelfinal-Aus ab
Kompliment von Boris Becker

Novak Djokovic (Bild) kämpfte sich gegen Kevin Anderson nach einem 0:2-Satzrückstand ins Match zurück und schaffte noch den Einzug ins Viertelfinale. Bild: dpa
Ein kleines Bier wollte sich Boris Becker zur Feier des Tages dann doch gönnen. Nachdem sein Schützling Novak Djokovic nur mit sehr viel Mühe ein Achtelfinal-Aus in Wimbledon abgewendet hatte, waren dem Weltranglisten-Ersten und seinem prominenten Coach die Erleichterung deutlich anzumerken. "Nach zwei verlorenen ersten Sätzen schaffen es nicht viele, den Nerv, die Kraft und den Mut zu haben, dranzubleiben", sagte Becker. "Dass er heute überhaupt wieder spielen konnte, hat er seiner kämpferischen Leistung zu verdanken. Dafür gibt es ein großes Kompliment von meiner Seite."

Höchstleistungen wurde in den Damen-Viertelfinals auch der Top-Favoritin Serena Williams und der früheren Turniersiegerin Maria Scharapowa abverlangt. Williams setzte sich gegen die Weißrussin Victoria Asarenka mit 3:6, 6:2, 6:3 durch. Scharapowa gewann gegen Coco Vandeweghe aus den USA ebenfalls erst nach drei Sätzen 6:3, 6:7 (3:7), 6:2. Im Halbfinale am Donnerstag kommt es nun zum direkten Aufeinandertreffen der 33 Jahre alten Williams und der fünf Jahre jüngeren Scharapowa. Das zweite Vorschlussrunden-Duell bestreiten die Spanierin Garbiñe Muguruza und Agnieszka Radwanska aus Polen.

Djokovic entschied auf den Tag genau 30 Jahre nach Beckers erstem Wimbledon-Triumph am Dienstag das am Vorabend unterbrochene Match gegen den Südafrikaner Kevin Anderson noch mit 6:7 (6:8), 6:7 (6:8), 6:1, 6:4, 7:5 für sich. Der Weltranglisten-Erste hatte am Montag einen 0:2-Satzrückstand noch zum 2:2 ausgeglichen, ehe die Partie wegen Dunkelheit vertagt wurde. "Bis zum letzten Moment, bis zum letzten Punkt wusste ich nicht, ob ich gewinnen würde", sagte Djokovic nach dem Zwei-Tages-Match erleichtert und sprach von "einem der schwierigsten Matches, die ich überhaupt jemals gespielt habe".

Denn auch am Tag danach war erst einmal Geduld gefordert. Djokovic und Anderson hatten gerade den nicht überdachten Court 1 betreten, als es anfing zu regnen und beide wieder in die Umkleidekabinen geschickt wurden. Nach 3:48 Stunden durfte sich Becker von seinem Platz erheben und seinem Schützling applaudieren. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale trifft der 28 Jahre alte Serbe am Mittwoch auf US-Open-Sieger Marin Cilic.
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