Sevilla-Fluch für deutsche Teams geht weiter

Auch Borussia Mönchengladbach hat den Fluch deutscher Mannschaften im Stadion des FC Sevilla nicht vertreiben können. Der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga kassierte trotz Chancen und phasenweise deutlich mehr Spielanteilen am Donnerstag im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán gegen den Europa-League-Titelverteidiger ein 0:1 (0:0). Das Tor vor etwa 25 000 Zuschauern erzielte Vicente Iborra in der 70. Minute. Die Andalusier blieben damit im zehnten Europapokal-Heimspiel gegen ein deutsches Team ungeschlagen.

Dabei sah alles zunächst gut aus für die Gäste. Borussen-Trainer Lucien Favre war seiner Rochade auch auf internationaler Bühne treugeblieben und brachte fünf neue Akteure. Dass sich das nicht auszahlte lag nur an Sevillas Keeper Sergio Rico, 21 Jahre jung und eigentlich nur Ersatzmann, der aber die Aufgabe zum Leidwesen der Borussen mit Bravour löste.

In der 20. Minute entschärfte er einen strammen Schuss von Weltmeister Christoph Kramer aus rund 16 Metern. Gegen die etwas unorthodox spielenden und taktisch schwer einzuordnenden Andalusier, die mal mit drei, vier Spielern frühzeitig attackierten, kurz danach aber rund 30 Meter vorm eigenen Tor alles zu verriegeln versuchten, behielten die Borussen ihre Ordnung bei.

Sie spielten flach und schnell den Ball aus der eigenen Abwehr. Und bei den wenigen sich bietenden Torgelegenheiten versuchten sie zuzuschlagen. So wie in der 33. Minute: Raffael legte Johnson durch die Abwehrkette von Sevilla durch in den Lauf. Der zögerte nicht lange und zog mit rechts ab, nur war erneut Sevilla-Keeper Rico nicht zu überwinden.

Auf der Gegenseite musste Yann Sommer zunächst keinen einzigen Schuss aufs Tor parieren, sämtliche fünf Versuche der Gastgeber gingen daneben. Ungefährlich waren die Südspanier deswegen aber keineswegs mit ihrer Kontertaktik. kujrz danach musste Sommer erstmals auf der Linie eingreifen. Es deuteten sich bereits zu diesem Zeitpunkt Schwierigkeiten auf der linken Abwehrseite der Gäste an, über die auch der Siegtreffer vorbereitet wurde. In der Mitte schob Iborra den Ball unhaltbar für Sommer ins Eck. Gladbach bemühte sich zwar um den Ausgleich, hatte aber eher Glück, nicht noch ein zweites Tor zu kassieren.
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