Sieg der Königsklasse

Der Jubel bei den Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt wollte nicht enden, als sie die Trophäe präsentieren konnten. Durch den 2:1-Sieg gegen Paris St. Germain gewannen sie das Finale der Champions-League. Bild: dpa

Als die Verlängerung droht, schießt Mandy Islacker den 1. FFC Frankfurt im Finale der Champions-League gegen Paris St. Germain zum 2:1-Triumph. Allein die Verletzung von Simone Laudehr trübt die Jubelstimmung nach dem Last-Minute-Sieg etwas.

Als Kerstin Garefrekes den Champions-League-Pokal aus den Händen von Uefa-Präsident Michel Platini in Empfang nahm, kannte der Jubel beim 1. FFC Frankfurt keine Grenzen mehr. Zu den Klängen von "We are the Champions" hüpften die Spielerinnen am Donnerstag über das Podium im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. "Ich freue mich unfassbar. Das ist der schönste Moment meiner Karriere", sagte die freudestrahlende Mandy Islacker, die in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Treffer zum 2:1 (1:1)-Sieg im Finale gegen Paris St. Germain erzielt hatte. Celia Sasic hatte den FFC in der 32. Minute in Führung gebracht, die Marie-Laure Delie (40.) ausglich.

Ihren Last-Minute-Treffer beschrieb Islacker ganz cool: "Ich habe gar nicht richtig geguckt, sondern einfach draufgehalten." 1:0-Schützin Sasic bezeichnete den Erfolg als hochverdient. "Wahnsinn, so noch einmal zurückzukommen. Wir haben nicht aufgehört und sind dafür belohnt worden." Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Nationalspielerin Simone Laudehr, die in der Schlussphase vom Platz humpelte. Ob bei ihr auch die Teilnahme an der WM in Kanada gefährdet ist, stand zunächst nicht fest.

Der vierte Triumph für Frankfurt nach 2002, 2006 und 2008 ließ auch Bundeskanzlerin Angela Merkel im mit rund 17 000 Zuschauern gefüllten Stadion jubeln. Vergessen waren die Finalpleiten 2004 gegen Umea Ik und 2012 gegen Olympique Lyon. Bei der 14. Auflage der Königsklasse setzte sich damit zum neunten Mal eine deutsche Frauen-Mannschaft durch.

Die Pariserinnen, die auf dem Weg in ihr erstes europäisches Finale die zweimaligen Titelträger Olympique Lyon und VfL Wolfsburg ausgeschaltet hatten, waren von Beginn an in der Defensive und stellten die FFC-Abwehr zunächst vor keinerlei Probleme. Der Bundesligadritte bestimmte den Rhythmus des Spiels, hatte gegen die kompakte PSG-Defensive aber einen schweren Stand.
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