Sieg für "perfekte Woche"

Bayern-Angreifer Douglas Costa, oftmals zu schnell für seine Gegenspieler, fehlt bei den Münchnern im Heimspiel gegen Hertha. Hier attackiert ihn der Stuttgarter Christian Gentner mit letztem Einsatz. Bild: dpa

Tore, Tore, Tore - auch im unerwarteten Liga-Spitzenspiel gegen Hertha wird wieder ein Bayern-Schützenfest erwartet. Bei einem Sieg und einem Patzer des BVB ist die Herbstmeisterschaft fix. Trainer Guardiola fehlte in der Vorbereitung zeitweilig aus privaten Gründen.

Die Blitz-Herbstmeisterschaft ist möglich. Beim unverhofften Bundesliga-Spitzenspiel gegen Hertha BSC kann sich der FC Bayern München so früh wie nur in der Triple-Saison zur Nummer 1 nach der Hinrunde küren. Bei einem Erfolg gegen die Berliner und einem verpassten Sieg von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart würde der deutsche Fußball-Meister auf jeden Fall als Spitzenreiter überwintern.

Vier Tage nach dem Torfest in der Champions-League beim 4:0 gegen Piräus ist der nächste Sieg auf dem Weg zur fünften Herbstmeisterschaft nacheinander fest eingeplant. "Zu einer perfekten Woche fehlen jetzt noch drei Punkte gegen Hertha", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spiel gegen das "robuste" Überraschungsteam aus der Hauptstadt.

Ohne Costa

Am Tag vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr) in München fehlte Trainer Pep Guardiola den Bayern zeitweilig. Wegen des Todes einer Cousine war der Spanier am Freitagmorgen in die Heimat gereist, die Leitung des Abschlusstrainings lag in den Händen von Domenec Torrent. Am Abend wurde Guardiola zurück in München erwartet. Er soll am Samstag - im Gegensatz zu dem an muskulären Oberschenkelproblemen leidenden Flügelflitzer Douglas Costa - beim Spiel wieder dabei sein.

Gegen die Berliner dürfte der katalanischen Starcoach mit seiner Mannschaft wieder auf ein mauerndes Team treffen. Hertha will beim Rekordmeister "extrem defensiv" antreten, "das ist einzige Weg", verriet Pal Dardai, Trainer des überraschenden Tabellenvierten. "Es wäre ein großer Witz, würde ich erzählen, wir gehen da offensiv rein." Hertha muss zudem ohne den ehemaligen Münchner Mitchell Weiser antreten.

Der Spaß verging den Gegnern in der Allianz-Arena aber meistens schnell. In den vergangenen sieben Pflichtspielen in Bundesliga und Champions-League erzielte der deutsche Meister bei seinen Siegen jeweils mindestens vier Tore - Schützenfeste sind längst Münchner Alltag. "Ich denke, dass die ganze Offensivabteilung dieses Jahr gut unterwegs ist, was die Tore angeht", lobte der zwölfmalige Liga-Saisontorschütze Thomas Müller. Torfeste erwarte man selbst aber keine, erklärte Abwehrchef Jérôme Boateng.
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