Sitzschale fliegt in den BVB-Block
Champions-League

Dortmund.(dpa) Die Justiz hat nach dem Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul (4:1) schwere Anschuldigungen gegen Anhänger des türkischen Clubs erhoben. Die Vorwürfe reichen bis zu versuchtem Totschlag. Eine Sitzschale mit Metallverankerung flog aus einem Oberrang in einen BVB-Fanblock.

Die Polizei hatte nach Gewaltakten vor, während und nach dem Spiel 21 Istanbul-Anhänger festgenommen und noch im Stadion 700 weitere Anhänger stundenlang zur Personalienfeststellung festgesetzt. Die Festgenommenen und das Gros der 700 festgesetzten Anhänger hätten ihren Wohnsitz in Deutschland, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Dortmund mit.

1400 Fußball-Anhänger hatten schon vor dem Spiel in der Innenstadt Pyrotechnik gezündet und Ansagen der Polizei missachtet. Während des Spiels warfen sie Böller und Leuchtmittel in einen BVB-Fanblock. Das Spiel wurde zweimal unterbrochen. Nach dem Abpfiff flog eine mehr als drei Kilo schwere Sitzschale aus zehn Metern Höhe von einem Oberrang quer hinüber in einen tiefer liegenden BVB-Block. Zum Glück wurde niemand getroffen. "Es hätte Tote geben können", sagte die leitende Oberstaatsanwältin Birgit Cirullies.

Allein nach dem Spiel fand die Polizei auf der Tribüne 55 noch einsatzbereite Böller und Leuchtmittel sowie ein Messer, einen Schlagring und einen Kunststoffhammer. 250 Sitze waren zerstört.
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