Skandal um Hakenkreuz bei Qualifikationsspiel
Droht Kroatien das Aus für die EM?

Nach dem Nazi-Skandal beim Geisterspiel gegen Italien bangt Kroatien vor möglichen Sanktionen der Uefa. Nicht ein Wort hat der europäische Fußballverband bisher über das in den Rasen gebrannte Hakenkreuz beim EM-Qualifikationsspiel am Freitag in Split verloren. Das lässt den kroatischen Verband HNS zittern - und mit dem Schlimmsten rechnen. Trotz sportlich überzeugender Leistungen könnte dem Tabellenführer der Gruppe H das EM-Aus drohen.

Auf der Suche nach den Tätern fehlt der kroatischen Polizei weiterhin jede Spur. Ohnehin stellen sich die Ermittler die Frage, ob tatsächlich Fans hinter der Tat stehen. Schließlich war das Spiel gegen Italien wegen ähnlicher Vorfälle in der Vergangenheit ohne Zuschauer ausgetragen worden. Wer hatte also vor der Partie Zugang zum Spielfeld? Sogar der Chef des Unternehmens, das in Split für die Rasenpflege zuständig ist, meldete sich nun zu Wort. "Das Hakenkreuz hätte nicht mit unserem Equipment in den Rasen gebrannt werden können. Ich bin mir sicher, dass meine Mitarbeiter nichts damit zu tun haben", sagte Ante Maslov der Zeitung "Vecernji List". Die Polizei gehe mittlerweile davon aus, dass das Nazi-Symbol ursprünglich in der Mitte des Spielfeldes in den Rasen gebrannt werden sollte, schreibt das Blatt. Auch dort seien Brandspuren zu sehen.
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